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6. April 2020 | 12:51 Uhr
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40 Prozent der Touristikunternehmen von Insolvenz bedroht

Das geht aus einer neuen Sonderauswertung einer Blitzumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK) hervor. Damit wird das Kollapsrisiko in der Reisebranche mehr als doppelt so hoch eingeschätzt wie in der Gesamtwirtschaft.

Den Zahlen der DIHK-Umfrage zufolge beklagen 91 Prozent der Unternehmen im Gastgewerbe und 82 Prozent in der Reisewirtschaft einen kompletten Stillstand aller geschäftlichen Tätigkeiten – in der Gesamtwirtschaft sind es 43 Prozent. Auch die Umsätze leiden in den betroffenen Branchen besonders stark: In der Reisewirtschaft verzeichnen 71 Prozent der Betriebe einen Umsatzrückgang um mehr als 50 Prozent. Im Gastgewerbe sind es 54 Prozent der Unternehmen.

"Diese Zahlen sind erschreckend, denn sie zeigen, dass die bisherigen Soforthilfen und Kreditprogramme gerade dort und im Mittelstand schnell ankommen müssen", betont DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben. Es sei deshalb richtig, dass die Bundesregierung den betroffenen Unternehmen jetzt mit der Gutschein-Lösung entgegenkomme, um deren Zahlungsverpflichtungen entsprechend zu strecken. Insbesondere Reisebüros und Veranstalter befänden sich, so Wansleben, aktuell "in einer gefährlichen Zwickmühle", weil sie einerseits stornierte Urlaube rückerstatten müssten und gleichzeitig selbst auf vorgeschossenen Kosten sitzen blieben.

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