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6. Februar 2026 | 13:23 Uhr
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Junge Beschäftigte suchen Spaß, Technik und Flexibilität

Junge Menschen zwischen 16 und 35 Jahren verbinden Arbeit vor allem mit Spaß und Selbstverwirklichung. Das zeigt eine Studie der Schörghuber Gruppe. Gleichzeitig gingen viele pragmatisch mit der Realität des Arbeitsmarkts um. Flexibilität, digitale Technik und Gesundheitsangebote zählen zu den wichtigsten Anforderungen an Arbeitgeber.

Arbeit Erfolg Spaß

Spaß ist für junge Leute bei der Arbeit ein wichtiger Faktor

Für die junge Generation habe Arbeit einen hohen Stellenwert, so die Studie des Hotel-, Immobilien und Lebensmittelunternehmens, für die 2.000 in Deutschland lebende Menschen im Alter von 16 bis 35 Jahren befragt wurden. Nach dem Wohnen wird sie als zweitwichtigster Faktor für die Lebenszufriedenheit genannt. Mit 79 Prozent Zustimmung steht der Wunsch, dass Arbeit Spaß machen soll, klar an erster Stelle. Arbeit wird mit Selbstverwirklichung, Motivation und positivem Erleben verknüpft.

Gleichzeitig zeigt die Studie eine deutliche Lücke zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Nur 42 Prozent geben an, in ihrem Traumberuf zu arbeiten. Zwar sagen 58 Prozent, dass sie gerne arbeiten, doch rund zwei Drittel betrachten ihren Job zugleich vor allem als notwendiges Mittel zum Geldverdienen.

Pragmatismus statt Resignation

Die Diskrepanz zwischen Ideal und Realität führt indes nach Erkenntnissen der Studie nicht zu Rückzug oder Verweigerung. Viele junge Erwachsene arrangierten sich pragmatisch mit den gegebenen Bedingungen. Hohe Erwartungen blieben bestehen, würden aber flexibel an die tatsächlichen Möglichkeiten des Arbeitsmarkts angepasst.

Ein Indiz für diesen Realismus sei der rückläufige Zuspruch zum bedingungslosen Grundeinkommen, heißt es weiter. Lag die Zustimmung 2024 noch bei 59 Prozent, sank sie 2026 auf 46 Prozent. Langfristige Zukunftsmodelle verlören an Bedeutung, im Vordergrund stünden umsetzbare Lösungen für die Gegenwart.

Flexible Modelle dominieren

Beim Arbeitsmodell zeigt sich eine große Bandbreite. Rund ein Fünftel wünscht sich maximale Flexibilität bei Arbeitszeit und -ort, ein weiteres Fünftel bevorzugt den klassischen 9-to-5-Job. Dazwischen liegen hybride Modelle, insbesondere die Kombination aus Büroarbeit und mindestens zwei Tagen Homeoffice pro Woche.

Unterschiede zeigen sich auch zwischen den Geschlechtern. Männer tendieren häufiger zum klassischen Bürojob, während Frauen und jüngere Beschäftigte verstärkt flexible Modelle nachfragen. Vollständige Flexibilität oder reines Arbeiten von zu Hause aus wird vor allem von Frauen bevorzugt.

Technik und Gesundheit als Schlüsselfaktoren

Zwei Anforderungen stechen besonders hervor: moderne Technik und Gesundheitsförderung. Rund die Hälfte der Befragten erwartet zeitgemäße technische Ausstattung am Arbeitsplatz. Digitale Werkzeuge, Automatisierung und KI gelten als selbstverständlicher Teil der Arbeitswelt.

Professor Klaus Hurrelmann, der die Studie betreut, erklärt, gute Arbeit werde von Jüngeren auch über moderne Infrastruktur definiert. Dieser Generationeneffekt sei deutlich sichtbar.

Fast ebenso wichtig ist die ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes. Höhenverstellbare Tische und gesundheitsfördernde Angebote gewinnen vor allem bei den 31- bis 35-Jährigen an Bedeutung. Arbeit soll nicht nur Spaß machen, sondern auch langfristig körperliches und mentales Wohlbefinden sichern.

Nachhaltigkeit und Erreichbarkeit zählen

Auch Nachhaltigkeit spielt eine Rolle. Besonders wichtig sind soziales Engagement des Unternehmens, Mülltrennung und Maßnahmen zur Abfallvermeidung. Ebenso gefragt ist die Förderung klimafreundlicher Mobilität, etwa durch Jobräder, ÖPNV-Zuschüsse oder Lademöglichkeiten.

Für die Integration von Arbeit in den Alltag sind praktische Aspekte entscheidend. Kostenlose Parkplätze, gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr und kurze Wege werden höher bewertet als eine zentrale Lage des Arbeitsplatzes.

Christian Schmicke

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