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8. November 2020 | 11:13 Uhr
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Aida Cruises will Staatshilfe und kündigt höhere Preise an

Die Kreuzfahrtreederei hat einen Antrag auf Staatshilfe aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds gestellt. Nach Informationen des "NDR" geht es um einen Kredit in Höhe von 400 Millionen Euro. Michael Thamm (Foto), Chef des Aida-Mutterunternehmens Costa erwägt unterdessen, die Preise um zehn bis 15 Prozent anzuheben.

Thamm Michael

Michael Thamm sagt eine Erhöhung der Kreuzfahrtpreise voraus

Laut "NDR" wurde der Antrag auf Staatshilfe beim Bundeswirtschaftsministerium bereits in der vergangenen Woche gestellt. Thamm bestätigte dies grundsätzlich gegenüber der "Welt am Sonntag": "Wir sind mit dem Bund im Gespräch über die Gewährung von Krediten in mittlerer dreistelliger Millionen-Euro-Höhe“, sagte er. 

Der Kreuzfahrt-Manager, der als Chef der Carnival-Tochter Costa Crociere die Marken Costa und Aida Cruises führt, glaubt zudem, dass die Preise für Kreuzfahrten nach der Corona-Pandemie spürbar steigen. "Es ist denkbar, dass Kreuzfahrten zehn bis 15 Prozent teurer werden“, sagte Thamm. Gleichzeitig versprach er, dass die Fahrten der Marken Costa und Aida weiterhin "erschwinglich bleiben".

Grund für die potenziellen Preissteigerungen seien die fast vollständigen Umsatzausfälle, von denen die Branche aktuell betroffen ist. "Wir haben jeden Monat Umsatzausfälle in Höhe von 400 Millionen Euro", so Thamm weiter, "das können wir nicht durch Kostenreduktionen ausgleichen".

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