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31. Dezember 2020 | 16:31 Uhr
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Aida sagt Kreuzfahrten bis Mitte Januar ab

Hacker haben offenbar das Bordsystem auf den Aida-Schiffen weiter fest im Griff. Zwar will die Kreuzfahrtreederei den Grund für die andauernden „IT-Probleme“ weiterhin nicht nennen, doch mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft. Aida hat indes alle Kreuzfahrten bis Mitte Januar abgesagt.

Aida Mar am Kai Foto Aida Cruises.jpg

Die "Aida Mar" ist eines der beiden Schiffe, die anscheinend von Hackern angegriffen wurden und nun erst einmal in Gran Canaria bleiben müssen

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„Die IT-technischen Einschränkungen bestehen weiter, dies betrifft auch die Kommunikation per Telefon und E-Mail mit unseren Kunden“, so Aida-Pressesprecher Hansjörg Kunze auf Anfrage von Reise vor9. „Ich kann ihnen bestätigen, dass die Reisen mit Aida Perla und Aida Mar mit den Abfahrten bis einschließlich 17.01.2021 nicht stattfinden können.“ Die Gäste seien direkt informiert worden.

Die „Aida Perla“ und die „Aida Mar“ waren die einzigen Schiffe im Einsatz. Passagiere der Weihnachtskreuzfahrten berichteten in sozialen Medien, dass das Bordsystem ausgefallen sei. Damit werden etwa die Ausgaben auf den Schiffen abgerechnet. Kellner hätten Bestellungen mit der Hand auf Zettel geschrieben. Mittlerweile sind die beiden Törns beendet und die Kreuzfahrtschiffe liegen auf den Kanarischen Inseln fest.

Wie lange die IT-Probleme anhalten, ist völlig unklar. Auch wenn sich Aida Cruises bedeckt hält, scheint ein Hackerangriff immer wahrscheinlicher zu sein. Schließlich hat Aida die Staatsanwaltschaft in Rostock eingeschaltet, die nun wegen möglicher „Computer-Sabotage“ ermittele, berichtet das Kreuzfahrtportal „Cruisetricks“.

Die Aida-Muttergesellschaft Carnival Corporation war im Sommer Opfer eines Hackerangriffs. Damals waren die Marken Seabourn, Holland America Line und Carnival Cruise Line betroffen. Im Dezember war Hurtigruten Ziel einer Cyberattacke. Die Angreifer hatten die IT-Systeme der norwegischen Reederei verschlüsselt und Lösegeld erpresst.