Die Vereinbarung ist ausdrücklich keine Fusion, wie Bentour-Sprecher Christian Hauk gegenüber unserer Redaktion betont. "Weder provisionstechnisch und auch nicht auf technischer Ebene ist eine Zusammenarbeit geplant", erklärt Hauk. Die Partnerschaft würde aber trotzdem Sinn ergeben, da man identische Kundengruppen in die gleichen Destinationen bringen würde und künftig im Austausch voneinander lernen wolle.
Ob die TUI perspektivisch ihren Anteil aufstocken werde, dazu gab es keine Auskunft. Zunächst steht die Vereinbarung ohnehin unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Prüfung durch die zuständigen Wettbewerbsbehörden.
Während Bentour stark in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden vertreten ist, bedient Nazar die skandinavischen Märkte Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland. Beide Unternehmen bieten überwiegend All-Inclusive-Reisen in die Türkei, Griechenland und andere Mittelmeerdestinationen an – jedoch in unterschiedlichen Quellmärkten.
Pascal Brückmann
