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9. November 2020 | 16:26 Uhr
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Das wird aus den früheren Transocean-Schiffen

Zu Schnäppchenpreisen sind die Schiffe der insolventen Mutterunternehmens von Transocean Kreuzfahrten, Cruise & Maritime Voyages (CMV), unter den Hammer gekommen. Während die "Vasco da Gama", die "Columbus" und die "Magellan" weiter über die Meere schippern sollen, wartet auf die "Astor" und die "Marco Polo" die Verschrottung.

Transocean Kreuzfahrten Columbus Luftbild Foto Transocean

Die "Columbus" hat die griechische Fährreederei Seajets ersteigert

Für schlappe 1,7 Millionen US-Dollar wechselt die "Astor", die lange Jahre für Transocean Kreuzfahrten und das 2009 in die Pleite geschlidderte Vorgängerunternehmen Transocean Tours unterwegs war, laut dem Fachportal "Cruise Industry News" den Besitzer. Das ist wohl der Schrottwert des 1987 erstmals als "Fedor Dostoevskiy" in Dienst gestellten Schiffes, dessen Baukosten bei 65 Millionen US-Dollar gelegen haben sollen. Denn die "Astor" wird im türkischen Aliaga zerlegt.

Auf dem Schiffsfriedhof landet auch die 1965 gebaute "Marco Polo". Für das Schiff, das für die Sowjetunion gebaut wurde und seit 2008 für Transocean unterwegs war, flossen es immerhin knapp 2,8 Millionen Euro in die Insolvenzmasse von CMV.

Drei Schiffe gehen wieder in Betrieb

Am meisten Geld spielte, wie im Oktober berichtet, die von der portugiesischen Unternehmensgruppe Mystic Invest ersteigerte "Vasco da Gama" ein. Sie kostete den Investor gut zehn Millionen Dollar. Die 1994 als "Statendam" bei Holland America Line in Dienst gestellte "Vasco da Gama" war 2015 zur Reederei P&O gewechselt und 2019 von CMV gekauft worden. Bis zum Beginn der Corona-Pandemie und der CMV-Pleite fihr sie für Transocean. Zu Mystic Invest gehören unter anderem die Werft Westsea Shipyard, das portugiesische Touristikunternehmen Douro Azul, der Kreuzfahrtanbieter Atlas Ocean Voyages mit Hauptsitz in den USA sowie die deutsche Kreuzfahrtmarke Nicko Cruises.

Interessant ist der Käufer, der die "Columbus" für 5,3 Millionen Dollar und die "Magellan" für 3,4 Millionen Dollar erworben hat. Denn die griechische Fährreederei Seajets hat zuvor schon zwei Schiffe der Holland America Line gekauft; "Veendam" und "Maasdam" heißen nun "Aegean Majesty" und "Aegean Myth". Außerdem riss sich das Unternehmen, das bisher nie mit Kreuzfahrten in Erscheinung getreten war, im Juli die "Oseana" von P&O Cruises unter den Nagel. Was Seajets mit den fünf Schnäppchen-Käufen vor hat, ist bislang nicht bekannt.

Christian Schmicke

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