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21. Juli 2020 | 07:00 Uhr
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Transocean stellt nach Pleite der Mutter den Betrieb ein

Die britische Dachgesellschaft von Transocean Kreuzfahrten, South Quay Travel Limited (SQTL), hat am Montag Insolvenz angemeldet. Alle für die Zukunft ausgeschriebenen Reisen wurden abgesagt. Für die Sicherungsscheine soll die Association of British Travel Agents einstehen.

Transocean Kreuzfahrten Columbus Luftbild Foto Transocean

Das Transocean-Schiff "Columbus" wurde jüngst von britischen Behörden festgesetzt, jetzt ist die Reederei insolvent

Die South Quay Travel Limited (SQTL) ist in Großbritannien unter der Marke Cruise & Maritime Voyage aufgetreten, in Deutschland als Transocean Kreuzfahrten. Das Management hatte offenbar bis zuletzt versucht, von Banken und Investoren frisches Geld zu bekommen. Letztlich ohne Erfolg.

Drei Anwälte der Kanzlei Duff & Phelps in London wurden zu Verwaltern bestimmt, alle ausgeschriebenen Reisen abgesagt. Auf der Website von Transocean Kreuzfahrten heißt es: „Die von SQTL verkauften Kreuzfahrtpakete sind durch Sicherungsscheine der ABTA Ltd. (Association of British Travel Agents) mit Sitz in London geschützt.”

Kunden werden an ihr Reisebüro verwiesen. Um Ansprüche geltend zu machen, sollen sie sich auf der Website www.abta.com/failures informieren. ABTA ist der britische Reisebüroverband, der sich auf der Insel um die Absicherung von Reiseveranstaltern kümmert.

Cruise & Maritime Voyage geriet zuletzt in die Schlagzeilen, weil britische Behörden fünf der sechs Kreuzfahrtschiffe festsetzten. Der Reederei wurden Verstöße im Umgang mit den Crews vorgeworfen.

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