Etihad fliegt weiter tiefrot
Unter dem Strich stand für den Ex-Airberlin-Gesellschafter Etihad Airways 2018 ein Verlust von umgerechnet 1,13 Milliarden Euro was immerhin einer Verbesserung um gut 15 Prozent entspricht. Durch Kapazitätskürzungen sank der Umsatz um gut zwei Prozent auf 5,2 Milliarden Euro und die Passagierzahl um gut vier Prozent auf 17,8 Millionen. Der Erlös pro Passagierkilometer verbesserte sich um vier Prozent.
Seit 2017 befindet sich Etihad in einem „Transformationsprozess“, der mit der Streichung unrentabler Routen, einer Verkleinerung der Flotte und Personalabbau einhergeht. Zudem wurden Bestellungen für zahlreiche neue Flugzeuge zurückgezogen.
Ursprünglich war die finanzielle Schieflage des Carriers durch zahlreiche Beteiligungen entstanden, wie etwa an Airberlin, Darwin Airline, Alitalia, Jet Airways und JAT. Die Töchter, mit deren Hilfe Etihad Zubringer ausbauen und das eigene Streckennetz erweitern wollte, kosteten den Golfstaaten-Carrier Milliarden. Als die Sache dem Herrscherhaus von Abu Dhabi zu teuer wurde, drehte sie ihren defizitären Beteiligungen 2017 den Geldhahn ab, was Airberlin und Alitalia in die Pleite trieb.
Weil Etihad gegenüber Airberlin zuvor eine Patronatserklärung abgegeben hatte, die Airline für mindestens 18 Monate weiter zu unterstützen, fordert deren Insolvenzverwalter Lucas Flöther auf dem Klageweg Entschädigungen in Milliardenhöhe ein.