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5. Januar 2026 | 12:37 Uhr
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Flugsicherheit: Zehn Unglücke und 418 Tote im Jahr 2025

Im weltweiten zivilen Luftverkehr sind 2025 bei zehn Unglücken 418 Menschen ums Leben gekommen, im Vorjahr waren es 334. Trotz der im Vergleich zum Vorjahr gestiegenen Opferzahl sei das statistische Risiko im Langzeitvergleich weiter gesunken, betont das Aviation Safety Network (ASN).

Flugzeug Problem Absturz

Die Zahl der Opfer bei Flugzeugabstürzen ist 2025 gegenüber dem Vorjahr gestiegen

Nach Angaben des ASN, das Zwischenfälle in der Luftfahrt dokumentiert, ereigneten sich 2025 weltweit zehn Unglücke mit zivil genutzten Passagier- und Frachtflugzeugen. Insgesamt kamen 418 Menschen ums Leben, darunter 352 Passagiere, 33 Crewmitglieder und 33 Menschen am Boden; das waren 84 mehr als im Jahr davor. Trotz dieser kurzfristigen Zunahme zeige der langfristige Vergleich eine klare Entwicklung: Die Zahl der Todesopfer sinke im Verhältnis zum Verkehrsaufkommen weiter, so das ASN.

Die statistische Wahrscheinlichkeit, bei einem Flugzeugabsturz ums Leben zu kommen, habe 2025 bei 1 zu 11.459.330 gelegen. In den 1970er-Jahren betrug sie laut ASN noch rund 1 zu 264.000. Damit sei Fliegen rechnerisch mehr als 40-mal sicherer als vor fünf Jahrzehnten, heißt es.

Deutlich mehr Passagiere als früher

Zur sinkenden statistischen Risikokennziffer trug auch das stark gestiegene Passagieraufkommen bei. Nach Daten der UN-Luftfahrtorganisation ICAO beförderten Fluggesellschaften 2025 rund 4,7 bis 4,8 Milliarden Passagiere. In den 1970er-Jahren lag die jährliche Zahl bei etwa 440 Millionen. In einzelnen Jahren seien damals trotz deutlich geringeren Verkehrs mehr als 2.000 Menschen bei Flugzeugunglücken ums Leben gekommen.

In die Statistik fließen Unfälle von zivilen Flugzeugen mit mindestens 14 Sitzplätzen ein. Militärmaschinen sowie kleinere Flugzeuge bleiben unberücksichtigt. In Deutschland wurden 2025 keine Unglücke mit Verkehrsflugzeugen registriert.

Schwerstes Unglück in Indien

Das schwerste Unglück des Jahres ereignete sich bekanntlich am 12. Juni in Indien. Eine Boeing 787 von Air India stürzte kurz nach dem Start in Ahmedabad ab. 229 Passagiere und zwölf Crewmitglieder kamen ums Leben, ein Passagier überlebte. Am Boden starben 19 Menschen. Als mögliche Ursache gilt ein gleichzeitiger Schubverlust beider Triebwerke, der Abschlussbericht der Ermittler steht noch aus.

Christian Schmicke

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