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26. Februar 2024 | 07:00 Uhr
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FTI kontert Zukunftsdebatte mit zweistelligem Wachstum

Die Veröffentlichung der FTI-Konzernbilanz für das Geschäftsjahr 2021/2022 hat eine Debatte über die wirtschaftliche Lage des Veranstalters ausgelöst. Der Reisebüroverband VUSR fordert "Transparenz über die Zukunft des Veranstalters". FTI verweist auf Corona-Folgen und spricht von Erholung und einem zweistelligen Umsatzwachstum für den Sommer.

FTI Zentrale

Die Bilanz für 2021/2022 mit 91 Millionen Verlust und hohen Schulden löste großes Medienecho über FTI aus

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In einem Statement gegenüber Reise vor9 betont FTI, dass sich die Medienberichte auf Zahlen für 2021/2022 beziehen. "Unser Unternehmen hat, wie die gesamte Branche, in der Corona-Zeit gelitten. Seither haben wir uns jedoch erfreulicherweise sehr gut entwickelt. Sowohl 2022/23 wie auch im aktuellen Jahr 2023/24 sind wir operativ und auch strategisch gut unterwegs", so FTI in der Stellungnahme.

Tatsächlich verbuchte FTI für das Geschäftsjahr 2021/2022 bei einem Umsatz von 3,8 Milliarden Euro mehr als 91 Millionen Euro Verlust, und ohne eine stille Beteiligung des Wirtschaftsstabilisierungsfonds und staatliche Kredite hätte es wohl düster ausgesehen. Doch mit roten Zahlen in Millionenhöhe stand FTI in der Branche nicht alleine. Der TUI-Konzern wies für 2022 einen Verlust von 213 Millionen Euro aus, dazu Finanzschulden von rund zwei Milliarden Euro.

Sommerbuchungen und Hotelergebnis "hoch zufriedenstellend"

Laut vorläufigen Zahlen von FTI lag der Umsatz im Jahr 2022/23 mit 4,1 Milliarden Euro rund zehn Prozent über Vorjahr. "Mit Blick auf die Sommersaison 2024 ist speziell im Veranstaltergeschäft die Buchungsentwicklung besonders positiv: Bei den Sommer-Abreisen liegen wir im zweistelligen Prozentplus gegenüber Vorjahr", so FTI gegenüber Reise vor9. "Hoch zufriedenstellend" seien auch unsere Ergebnisse der FTI-eigenen Hotels.

"Für die gesamte FTI Group planen wir das Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr 2023/24, um einen mittleren zweistelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr zu steigern", heißt es in dem FTI-Statement an Reise vor9 weiter. 

Reisebüroverband VUSR löst breites Medienecho aus

Der Reisebüroverband VUSR hatte mit einer Pressemitteilung Zweifel an der Zuverlässigkeit des Veranstalters aufgebracht und ein breites Medienecho ausgelöst: "Ausweislich des Abschlusses 2022 ist die FTI hoch belastet. Für die Reisebüros und die Kunden ist es gerade vor der wichtigen Verkaufssaison wichtig zu wissen, ob FTI ein gut finanzierter und damit verlässlicher Partner ist und die Erlös- und Schuldensituation mit zu erwartenden Buchungen in Einklang zu bringen sind." Verbandschefin Marija Linnhoff forderte von FTI Transparenz über seine Zukunft.

Nichts Neues gibt es derweil bei der geplanten Suche nach einem Investor für die FTI-Gruppe. Der Prozess mache "gute Fortschritte", teilt FTI mit. "Wir bitten aber um Verständnis, dass wir zu den laufenden Verfahren keine weiteren Angaben machen können."

Thomas Hartung

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