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25. Mai 2020 | 17:18 Uhr
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Gericht rechnet mit Klagewelle zu Airline-Rückerstattungen

Das Amtsgericht Frankfurt fühlt sich als Inkassobüro missbraucht und warnt vor einer Überlastung durch Verfahren um Kundengeldrückzahlungen für Flugtickets. Airlines sollten ihren Verpflichtungen zur Rückerstattung von wegen Corona stornierten Tickets nachkommen, mahnt der Vizepräsident des Frankfurter Amtsgerichts Frank Richter.

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Deutsche Gerichte befürchten eine Klagewelle wegen nicht zurückgezahlter Kundengelder

Am vergangenen Mittwoch hatte das Fluggastrechteportal Flightright angekündigt, im Namen von rund 20.000 Passagieren bei Lufthansa und Ryanair ausstehende Gelder einzuklagen. Zusammengenommen gehe es um rund 20 Millionen Euro. Richter appellierte nun gegenüber der "Deutschen Presse-Agentur" an die Fluggesellschaften: "Wir erwarten, dass sich Luftverkehrsunternehmen rechtstreu verhalten und gesetzliche Verpflichtungen zur Rückerstattung von stornierten Tickets erfüllen."

Hintergrund der Befürchtungen ist die Taktik einiger Fluggesellschaften, Erstattungen hinauszuzögern und Kunden mit Gutscheinen abzufinden. Dazu können sie diese allerdings nicht verpflichten. Die Airlines verweisen in diesem Zusammenhang in der Regel auf die große Masse an Rückforderungen, die in kurzer Zeit nicht zu bewältigen sei. 

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