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30. September 2020 | 13:13 Uhr
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Grimm Touristik Wetzlar kann Geschäftsbetrieb fortsetzen

Der vorläufige Insolvenzverwalter Thomas Rittmeister will mit dem insolventen Paketveranstalter weitermachen. Die Gehälter der Mitarbeiter von Grimm Touristik Wetzlar (GTW) seien bis einschließlich November über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert.

Insolvenz

Der hessische Paketreiseveranstalter hatte am 25. September Insolvenzantrag gestellt. Durch die Covid-19-Pandemie sei die Durchführung nahezu aller Reisen zum Erliegen gekommen, begründete GTW-Geschäftsführer Uwe Schneider den Insolvenzantrag. Hinzu kämen hohe Rückzahlungsverpflichtungen aufgrund stornierter und abgesagter Reisen. Diese hätten durch Reisewarnungen für wichtige Destinationen wie Ungarn und Wien noch zugenommen, so dass man letztlich die Reißleine habe ziehen mussten.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Rittmeister analysiert derzeit mit einem Expertenteam die wirtschaftliche Situation des Unternehmens, um Sanierungs- und Fortführungsoptionen zu prüfen. "Mittlerweile trotz der Corona-Krise wieder eingehende Anfragen machen Hoffnung auf eine zügige Ausweitung der operativen Geschäftstätigkeit“, sagt er. Am Ende werde für eine Sanierung mitentscheidend sein, dass es keine weiteren Restriktionen oder Reisewarnungen für die wichtigsten Destinationen gebe – oder gar einen zweiten Lockdown.

Das vor mehr als 40 Jahren gegründete Unternehmen veranstaltet Flusskreuzfahrten sowie von Rund- und Studienreisen innerhalb von Europa. Kunden sind ausschließlich rund 1.500 gewerbliche Reiseveranstalter europaweit, darunter Reisebüros, Busunternehmen oder Anbieter von Gruppenreisen. Ein eigenes Endkundengeschäft betreibt GTW nicht.

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