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26. Februar 2020 | 07:00 Uhr
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ITB sieht noch keinen Anlass zu Planänderungen

Die Messe Berlin geht davon aus, dass die Tourismusmesse trotz der jüngsten Ausbreitung des Coronavirus auch in Europa planmäßig vom 4. bis zum 8. März stattfindet. Die Gefahr in Deutschland werde weiterhin als sehr gering eingestuft, erklärte die Messe Berlin dazu.

ITB Eingang Süd

Die Messe Berlin sieht die Austragung der ITB nicht gefährdet 

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Am Montag hatte die Messe Frankfurt bekanntgegeben, dass die Weltleitmesse für Licht- und Gebäudetechnik, Light + Building, von März auf September verschoben wird. Das unerwartete Auftreten von Covid-19 in Italien seit dem vergangenen Wochenende erfordere "eine neue Bewertung der Situation in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt", heißt es auf der Website. Es werde eine mehrstufige gesundheitliche Prüfung von Messegästen aus China verlangt, die durch die Messe Frankfurt nur mit unverhältnismäßigem Aufwand realisiert werden könne. Hinzu kämen vermehrt Reiserestriktionen, die es potenziellen Besuchern wie Ausstellern erschwerten, an der Messe teilzunehmen.

Anders als für die ITB gilt indes für die Light + Building indes, dass China und Italien nach Deutschland sowohl die größte Aussteller- als auch Besuchergruppe stellen. Wohl nicht zuletzt deshalb bewertet die Messe Berlin die Lage anders. Das Gesundheitsministerium habe in Abstimmung mit dem Robert-Koch-Institut bekannt gegeben, dass die Gefahr in Deutschland weiterhin als sehr gering einstuft werde, heißt es auf der ITB-Website. Der Verband der deutschen Messewirtschaft Auma, die deutschen Messegesellschaften und die ITB Berlin sorgten "durch regelmäßige Abstimmung mit den fachlich zuständigen Ministerien und Behörden und durch eigene Maßnahmen für einen hohen Gesundheitsschutz für Messeteilnehmer in Deutschland", teilt die Messegesellschaft mit.

Es existierten "aktuell keine Einreisebeschränkungen für chinesische, asiatische oder italienische Staatsbürger nach Deutschland", so die Messe Berlin weiter. Demnach gelte weiterhin der Beschluss des außerordentlichen EU-Gesundheitsministerrats. Demnach könnten Flugreisende vor Landung in EU-Ländern gefragt werden, ob sie in Corona-Infektionsgebieten waren oder Kontakt mit Infizierten hatten.

Zum Schutz von Ausstellern und Besuchern würden die geplanten zusätzlichen Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen weiter aufrechterhalten, heißt es weiter. Darüber hinaus solle "jeder die vom Robert Koch Institut empfohlenen Schutzmaßnahmen beherzigen: häufig und gründlich Hände waschen, Nies- und Hustenetikette einhalten, Hände schütteln vermeiden". Wie weiterhin von der Messe zu erfahren war, haben bislang sechs der insgesamt 22 angemeldeten Aussteller aus China ihre ITB-Teilnahme abgesagt.

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