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20. März 2019 | 08:00 Uhr
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Kostenanstieg setzt Reisebürorenditen unter Druck

Zu dieser Erkenntnis gelangt der Backoffice-Dienstleister Travel Agency Accounting (TAA) auf der Basis der Bilanzen seiner Reisebürokunden. Demnach stiegen in den Reisebüros im vergangenen Jahr die Gesamtkosten um durchschnittlich zehn Prozent gegenüber 2017. Beim Betriebsergebnis mussten die Büros sogar einen Rückgang um 12,5 Prozent hinnehmen.

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Obwohl 2018 ein gutes Reisejahr war und viele Reisebüros gestiegene Umsätze und Erlöse verzeichneten, habe die Kostensteigerung zu Einbußen geführt, erklärt TAA-Geschäftsführer Adrian Brehm. Die wesentlichsten Ursachen für den massiven Anstieg auf der Kostenseite seien die Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und die neue Pauschalreiserichtlinie, glaubt Brehm. Dies spiegele sich darin wider, dass sich die "sonstigen Aufwände" in den Bilanzen nahezu verdoppelt hätten. Die Personalkosten stiegen im vergangenen Jahr um sechs Prozent. Der TAA-Chef führt dies auf den Fachkräftemangel zurück, der die Reisebüroinhaber zwinge, ihren Angestellten mehr zu zahlen, um qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen oder zu halten.

Die Reisebüroinhaber die "über Jahre hinweg zumeist sehr solide gewirtschaftet und viel dafür getan" hätten, die Kosten stabil halten oder durch den intelligenten Einsatz moderner Technologien sogar leicht zu senken, seien nun mit einer "neuen, äußerst ernstzunehmenden Situation konfrontiert", so TAA-Chef  Brehm. Allein die DSGVO und die Pauschalreiserichtlinie hätten 2018 das Betriebsergebnis in den Reisebüros "enorm belastet und in einzelnen Fällen sogar komplett verhagelt". Hinzu komme der Fachkräftemangel, mit dem Reisebüroinhaber in den kommenden Jahren immer stärker zu kämpfen haben dürften, da es immer schwieriger werde, gutes Personal einzustellen.

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