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27. Juni 2021 | 13:46 Uhr
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Länder fordern wieder schärfere Regeln für Reiserückkehrer

Die Angst vor einer schnellen Ausbreitung der gefährlichen Mutation des Coronavirus könnte die frisch entbrannte Reiselust der Bundesbürger ausbremsen. Immer mehr Politiker fordern schärfere Regeln, strenge Testauflagen und Quarantäne für Urlaubsheimkehrer. Nur Geimpfte und Genesene sollte davon befreit sein.

Corona Test Frau Abstrich Foto iStock Miroslav Mitic.jpg

Politiker fordern mehr Tests für Heimkehrer aus dem Urlaub

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Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig fordert in einem Interview mit der "Rheinischen Post" doppelte Tests für alle Rückkehrer aus Risikogebieten. Sie sollten einen Test zu Beginn ihrer Rückkehr machen und einen weiteren nach fünf Tagen Quarantäne. Der Bund solle die Verordnung anpassen, die Länder dann aber selbst entscheiden lassen.

Quarantäne auch bei Risikogebieten

SPD-Gesundheitexperte Karl Lauterbach legt noch einen drauf. Jeder, der aus einem anderen Land per Auto, Schiff oder Flugzeug nach Deutschland komme, solle einen negativen Test vorweisen und fünf Tage später einen weiteren PCR-Test machen müssen, sagte er der Zeitung. Doppelt Geimpfte oder Genesene würden solche Tests nicht benötigen. Quarantäne fordert Lauterbach für Rückkehrer aus Risikogebieten. Reisende aus Virusvariantegebieten gilt diese ohnehin.

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher erhebt die gleiche Forderung. Alle nicht geimpften Reiserückkehrer aus Risikogebieten und Hochinzidenzgebieten sollten grundsätzlich in Quarantäne gehen, die frühestens nach fünf Tagen bei einem negativen PCR-Test aufgehoben werden dürfe. Nur Geimpfte und Genesene sollten davon ausgenommen sein. Berlins Regierender Bürgermeister Peter Müller äußerte sich ähnlich.

Nicht nur Stichproben an Flughäfen

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetscheck fordert zwar keine Verschärfung der geltenden Regeln, aber strengere Kontrollen von Urlaubern bei der Heimreise. Entscheidend sei, "dass vor Einreise getestet wird und die Testnachweise an den Grenzübergängen und den Flughäfen nicht nur stichprobenartig kontrolliert werden", so Holetschek gegenüber "Bild am Sonntag".

"Im Gegensatz zum letzten Sommer sind in ganz Deutschland flächendeckende Testsysteme aufgebaut", sagt der Minister. Laut Holetscheck, zur Zeit Vorsitzender der Gesundheitsministerkonferenz, sei Bayern mit dem Bund bereits in enger Abstimmung, um engmaschige Kontrollen während der Reisezeit sicherzustellen.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn mahnt bislang lediglich zur Vorsicht. "Ich appelliere an alle Reisenden, sich sorgsam über das Infektionsgeschehen zu informieren, Testangebote anzunehmen und die Quarantänepflichten ernst zu nehmen", sagte Spahn dem "Handelsblatt". Grundsätzlich könnten Bundesbürger sorglos ihren Urlaub buchen. "Bei Reiseländern, die von der Delta-Variante bereits stark betroffen sind, sieht das aber anders aus." Dort sei das Risiko, sich anzustecken und die Virusvariante nach Hause zu bringen, viel höher. Auf einen Urlaubssommer dürfe kein "Sorgenherbst" folgen.

Thomas Hartung

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