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25. Juni 2020 | 19:03 Uhr
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Lufthansa-Aktionäre machen Weg zur Rettung frei

Der Thriller ist zu Ende: Nach der Beantwortung von rund 450 Fragen an Vorstand und Aufsichtsrat haben die Aktionäre dem Rettungspaket des Bundes zugestimmt. Zuvor hatte Vorstandschef Carsten Spohr (Foto) eindringlich vor den Folgen einer Ablehnung gewarnt. Dann wäre Lufthansa in wenigen Tagen das Geld ausgegangen.

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Ohne die Annahme des Rettungspakets wäre Carsten Spohr in wenigen Tagen das Geld ausgegangen

„Die Entscheidung unserer Aktionäre sichert der Lufthansa eine Perspektive für eine erfolgreiche Zukunft“, sagte Spohr nach der Abstimmung. 98 Prozent der anwesenden Aktionäre stimmten der Beschlussvorlage zu. Das waren deutlich mehr als die nötige Zwei-Drittel-Mehrheit.

30.000 Aktionäre verfolgten die außerordentliche Hauptversammlung im Internet. Sie stellten aber nur 39 Prozent des Kapitals. Deshalb war Großaktionär Heinz Hermann Thiele mit seinen gut 15 Prozent das Zünglein an der Waage. Bis gestern kritisierte er das Rettungspaket und ließ offen, ob er dafür stimmen würde.

Lufthansa bekommt nun neun Milliarden Euro vom Bund, teils als Kapital, teils als Kredit. Der Bund erhält dafür 20 Prozent in neuen Aktien. „Wir Lufthanseaten sind uns unserer Verantwortung bewusst, die bis zu neun Milliarden so schnell wie möglich an die Steuerzahler zurückzuzahlen“, sagte Spohr.

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