Laut Lufthansa hat die EU-Kommission die Auflagen gegenüber ihrer ursprünglichen Forderung reduziert. Lufthansa muss an den Flughäfen Frankfurt und München je einem Wettbewerber zur Stationierung von je bis zu vier Flugzeugen bis zu 24 Start- und Landerechte (Slots) abgeben.
"Diese Option steht für zumindest anderthalb Jahre nur neuen Wettbewerbern an den Flughäfen Frankfurt und München zur Verfügung", heißt es in einer Lufthansa-Pressemeldung vom Samstag. Hat kein neuer Wettbewerber Interesse, können auch andere zugreifen. Die Slots sollen im Rahmen eines Bieterverfahrens zugeteilt werden. Sie sollen nur von einer europäischen Airline übernommen werden, die selbst keine wesentliche staatliche Hilfe wegen der Corona-Pandemie bekommt.
Der Lufthansa-Aufsichtsrat hat am Pfingstmontag das mit dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) ausgehandelte Rettungspaket abgenickt. Nun müssen noch die Aktionäre in einer außerordentlichen Hauptversammlung am 25. Juni zustimmen. Lufthansa erhält insgesamt neun Milliarden Euro. Davon fließen drei Milliarden als KfW-Kredit, sechs Milliarden als stille Einlage und eine 20-Prozent-Beteiligung. Der Bund darf dann zwei Mitglieder des Aufsichtsrats besetzen.
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