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17. Juni 2020 | 07:00 Uhr
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Lufthansa bestätigt Abbau von 22.000 Stellen

Europas größter Luftfahrtkonzern steht vor einer Schrumpfkur. Lufthansa spricht von einem "perspektivischen Personalüberhang" von insgesamt 22.000 Vollzeitstellen, die Hälfte davon in Deutschland. Bis nächste Woche will der Kranich mit den Gewerkschaften Krisenvereinbarungen abschließen.

Lufthansa Flugbegleiterin Foto Lufthansa.jpg

Beim Abbau der Jobs will Lufthansa betriebsbedingte Kündigungen möglichst vermeiden, heißt es in einer Pressemitteilung. „Nach unseren aktuellen Annahmen über den Geschäftsverlauf der kommenden drei Jahre haben wir allein bei Lufthansa perspektivisch keine Beschäftigung für jeden siebten Piloten und jeden sechsten Flugbegleiter sowie zahlreiche Mitarbeiter am Boden", sagt Personalvorstand Michael Niggemann.

Demnach verteilten sich die auf Dauer überzähligen Vollzeitstellen auf alle Geschäftsfelder und nahezu alle Unternehmen der Lufthansa-Gruppe. Allein der Flugbetrieb der Lufthansa Airline sei demnach perspektivisch mit rechnerisch knapp 5.000 Stellen betroffen, davon 600 Stellen von Piloten, 2.600 von Flugbegleitern und 1.500 von Bodenmitarbeitern, so Niggemann.

Ebenfalls betroffen seien weitere 1.400 Stellen in der Zentrale und bei anderen Konzerngesellschaften in der Administration. Lufthansa Technik habe weltweit einen Personalüberhang von rund 4.500 Stellen, davon 2.500 in Deutschland. Im Cateringgeschäft der LSG Group gebe es weltweit 8.300 Stellen zu viele, davon 1.500 in Deutschland.

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