Lufthansa setzt in München auf mehr Langstrecke
Der Flughafen München und Lufthansa starten die Planungen für einen Ausbau des Terminals 2. Eine Absichtserklärung soll die Zusammenarbeit bis 2056 vertiefen. Geplant sind zehn zusätzliche Positionen für Langstreckenflugzeuge und mit der entsprechenden Kapazität für bis zu zehn Millionen Passagiere pro Jahr. Die Inbetriebnahme ist für 2035 vorgesehen.
Flughafen München
Der Flughafen München hat mit Lufthansa weitere Wachstumspläne vereinbart
Die Vereinbarung soll die Grundlage dafür schaffen, dass Lufthansa ihre Langstreckenflotte am Standort München perspektivisch erweitern kann. Der Flughafen sieht darin einen Schritt, um München als internationales Drehkreuz im Rahmen der bestehenden Bahnkapazitäten weiter zu stärken.
Vorgesehen ist ein Ausbau des Satelliten am Terminal 2 durch einen sogenannten T-Stiel. Dadurch könnten zehn weitere Positionen für Langstreckenflugzeuge entstehen. Die zusätzliche Kapazität läge bei bis zu zehn Millionen Passagieren jährlich.
Inbetriebnahme für 2035 geplant
Der Erweiterungsbau soll nach derzeitiger Planung 2035 in Betrieb gehen. Lufthansa-Chef Carsten Spohr hatte den Ausbau am Münchner Flughafen bereits vor einigen Wochen angekündigt. München ist nach Frankfurt die zweite Drehscheibe der Lufthansa für den internationalen Verkehr. Zwei Drittel der Passagiere sind Umsteiger, die von anderen Flughäfen kommen. Am Terminal 2 starten und landen auch Tochter- und Partnergesellschaften der Lufthansa. Anders als in Frankfurt ist Lufthansa in München Mitbetreiberin des Terminals. Das gibt dem Konzern größere Möglichkeiten, Planung und Betrieb mitzugestalten.
Der geplante Ausbau betrifft erst einmal das Terminal. Die Errichtung einer dritten Startbahn ist hingegen seit Jahren umstritten. Umweltschützer und Anwohner lehnen sie ab, die regierende CSU und die Freien Wähler hatten das Projekt in Koalitionsverhandlungen auf Eis gelegt. Die Regierung von Oberbayern hatte dem Flughafen ein Baurecht erteilt.
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