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17. Dezember 2019 | 07:00 Uhr
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Lufthansa will durch neue Struktur Anleger locken

Konzernchef Cars­ten Sp­ohr (Foto) plant offenbar, den Flug­be­trieb un­ter der Mar­ke Luft­han­sa in eine ei­gen­stän­di­ge GmbH zu überführen, die wie­der­um ei­ner Stif­tung ge­hö­ren soll. Durch den Trick soll Kapital aus dem Ausland für den Konzern angezogen werden und Fluggesellschaft Lufthansa trotzdem Deutsch bleiben.

Spohr Carsten Lufthansa CEO

Carsten Spohr will Lufthansa eine Holding-Struktur verpassen

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Der zunächst vom Nachrichtenmagazin "Spiegel" gemeldete und von Lufthansa gegenüber dem "Handelsblatt" bestätigte Plan soll bewirken, dass sich ausländische Aktionäre künftig in unbegrenzter Höhe am Mutterunternehmen beteiligen können. Zugleich soll er Lufthansa ermöglichen, gegenüber den Behörden nachzuweisen, dass die Kernmarke überwiegend in deutschem Besitz bleibt. Bis­lang dürfen Fonds und andere In­ves­to­ren au­ßer­halb Deutsch­lands nur mit bis zu 49 Pro­zent am Kon­zern be­tei­li­gt sein, weil Luft­han­sa sonst zahlreiche Flug­rech­te ver­lö­re. Deshalb, so glaubt offenbar das Management, liege der Bör­sen­wert des Un­ter­neh­mens noch unterhalb des Buch­werts der Flot­te.

Das "Handelsblatt" zitiert einen Lufthansa-Sprecher mit der Aussage, man untersuche in der Tat "die Überführung der Kernmarke Lufthansa in eine eigenständige Gesellschaftsform". Die Zwischenschaltung einer Stiftung sei eine "branchenübliche Struktur", heißt es weiter. Derzeit würden "umfangreiche rechtliche und steuerliche Fragestellungen" überprüft. Ziel sei es, das Profil der Kernmarke Lufthansa zu schärfen und die Luftverkehrsrechte der Lufthansa aufrechtzuerhalten. Laut "Spiegel" will Spohr die Plä­ne spä­tes­tens auf der Haupt­ver­samm­lung im Mai 2022 of­fi­zi­ell be­sie­gelt sehen.

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