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18. März 2019 | 08:00 Uhr
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Lufthansas Direktvertriebsanteil steigt auf 50 Prozent

Der Airline-Konzern hat bei der Präsentation seiner Bilanz angekündigt, den Anteil der Buchungen über eigene Vertriebskanäle weiter zu steigern und damit die Vertriebskosten zu senken. Im Dezember verkaufte Lufthansa 52 Prozent aller Tickets direkt, im Jahresdurchschnitt waren es 45 Prozent. CEO Carsten Spohr sieht sich in seiner Strategie bestätigt.

Spohr Carsten

Mehr Direktvertrieb steht für LH-Chef Carsten Spohr auch 2019 auf der Agenda

Die Zahlen, die das US-Fachportal "Skift" veröffentlichte, deuten darauf hin, dass die Direktvertriebsstrategie der Lufthansa Group gegen alle Widerstände gut funktioniert. Denn 2015 bewegte sich der Anteil der Tickets, die über Websites, Apps und Direct-Connect-Schnittstellen erst bei 30 Prozent.

Für Lufthansa-Chef Carsten Spohr ist der gesteigerte Anteil des Direktvertriebs eine Bestätigung der 2015 eingeführten GDS-Gebühr, die in den Folgejahren um die Verlagerung einiger Tarife auf die Direktvertriebskanäle ergänzt wurde. In den Folgejahren waren Konkurrenten wie Air France/KLm und die British-Airways-Mutter IAG dem Beispiel von Lufthansa mit eigenen GDS-Gebühren gefolgt.

Die Technologieanbieter sehen die Erfolgsstory des Direktvertriebs naturgemäß eher skeptisch. Laut "Skift" erklärte etwa Marktführer Amadeus, bei den direkt gebuchten Tickets handele es sich überwiegend um billige Inlandsflüge, während internationale Reisen und Premiumtickets nicht darüber verkauft würden. Lufthansa erklärt in diesem Zusammenhang, dass rund ein Fünftel aller Direktbuchungen auf Inlandsflüge entfielen. Zum Umsatzvolumen, das auf den einzelnen Vertriebskanälen generiert wird, äußert sich die Fluggesellschaft nicht.

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