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11. März 2026 | 17:08 Uhr
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LH will an Streiktagen gut 50 Prozent der Fluge durchführen

Nach dem Streikaufruf der Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat Lufthansa für den 12. und 13. März einen Sonderflugplan erstellt. Demnach sollen mehr als 50 Prozent des ursprünglich geplanten Flugprogramms stattfinden. Auf der Langstrecke will die Airline rund 60 Prozent der Verbindungen durchführen.

Lufthansa 777/9

Auf der Langstrecke sollen laut Lufthansa 60 Prozent der Flüge stattfinden

Damit versucht der Konzern, die Auswirkungen der Arbeitsniederlegung möglichst gering zu halten. Auch die Pilotengewerkschaft rechnet damit, dass deutlich weniger Flüge ausfallen als beim ersten Streik im Februar.

VC-Präsident Andreas Pinheiro erwartet nach Informationen der Nachrichtenagentur DPA rund 300 Flugausfälle pro Tag. Beim eintägigen Streik am 12. Februar waren noch etwa 800 Flüge gestrichen worden.

Unterstützung aus dem Konzern

Zur Stabilisierung des Flugplans greift Lufthansa auf mehrere Maßnahmen zurück. Flüge über die Drehkreuze Frankfurt und München werden teilweise von anderen Airlines der Lufthansa Group oder von Partnerfluggesellschaften übernommen.

Zusätzlich plant der Konzern, auf einzelnen Strecken größere Flugzeuge einzusetzen. Dadurch können mehr Passagiere pro Flug befördert werden, obwohl weniger Verbindungen stattfinden.

Lufthansa City Airlines will alle geplanten Flüge durchführen. Bei Lufthansa Cityline, deren Piloten am Donnerstag ebenfalls streiken sollen, rechnet der Konzern damit, dass der Flugbetrieb am Freitag wieder nahezu vollständig läuft.

Einige Flüge ausdrücklich ausgenommen

Flüge in den Nahen Osten sind vom Streik ausgenommen. Die Vereinigung Cockpit begründet dies mit der aktuellen geopolitischen Lage in der Region. Während des Streikzeitraums betrifft dies laut Lufthansa allerdings nur eine Verbindung von Frankfurt nach Riad in Saudi-Arabien.

Die Airline informiert betroffene Passagiere per E-Mail über mögliche Änderungen. Reisende, deren Flug nicht betroffen ist, sollen keine Nachricht erhalten. Lufthansa empfiehlt, den aktuellen Flugstatus online zu prüfen oder sich bei Buchungen über Reisebüros direkt an den Vertriebspartner zu wenden.

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