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13. Juli 2026 | 16:13 Uhr
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Nachfrage in der Luxussparte verschiebt sich deutlich

Der Nahostkonflikt verschiebt die Nachfrage im Luxussegment deutlich. Bei der Luxusmarke der America-Unlimited-Gruppe, Feinreisen, brechen Buchungen für die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman um rund 90 Prozent ein. Südeuropa, Kanada sowie das südliche und östliche Afrika legen dagegen stark zu.

Namibia Wilderness Hoanib Skeleton Coast

Luxuriöse Refugien, wie hier das Wilderness Hoanib Skeleton Coast Camp in Namibia, liegen laut Veranstalter Feinreisen im Trend

Melf Türkis, Direktor für Geschäftsentwicklung und Produkt bei der Unternehmensgruppe, führt die Entwicklung vor allem auf das Sicherheitsbedürfnis der Zielgruppe zurück. Luxusreisende entschieden weniger nach dem Preis als nach ihrem persönlichen Gefühl von Stabilität, sagt er.

Das zeige sich besonders im Mittelmeerraum. Griechenland, Spanien, Italien und Portugal lägen bei Feinreisen derzeit 150 Prozent über dem Vorjahresniveau. In Italien ziehen laut Türkis vor allem die Toskana und Sizilien an. Die höheren Preise für gehobene Hotels und exklusive Leistungen bremsten die Nachfrage bislang nicht. Viele Reisen seien zudem gebucht worden, bevor die aktuelle außergewöhnliche Hitzewelle weite Teile Europas erreicht habe.

Kanada wächst, die USA verlieren

Kanada verzeichnet bei dem traditionell im Nordamerikageschäft verankerten Veranstalter ein Buchungsplus von rund 200 Prozent. Ob der Nahostkonflikt allein dafür verantwortlich ist oder Reisende zugleich von den USA nach Kanada ausweichen, lässt sich laut Feinreisen nicht eindeutig trennen. Jedenfalls sei die Nachfrage nach den USA um etwa 30 Prozent gesunken.

Für die Malediven, Mauritius und die Seychellen beobachtet Türkis keinen Rückgang. Eingeschränkte Verbindungen über Dubai, Abu Dhabi oder Doha führten zwar zu längeren Reisezeiten und Umwegen. Die Kundschaft des Luxusveranstalters weiche jedoch häufiger auf Direktflüge oder alternative Umsteigeverbindungen aus.

Afrika profitiert von langfristigem Trend

Neben den krisenbedingten Verschiebungen setzt sich laut Türkis ein längerfristiger Trend fort. Südafrika, Namibia, Botswana, Kenia, Uganda und Tansania liegen zusammen rund 110 Prozent über dem Vorjahreswert.

Gefragt seien vor allem Kombinationen aus Safari und hochwertigem Badeaufenthalt, etwa auf Sansibar oder Mauritius, berichtet der Manager. Sie böten eine Alternative für Kunden, die ursprünglich eine Reise an den Arabischen Golf mit Strandurlaub verbinden wollten.