Petitionsausschuss will Inlandsflug-Verlagerung auf die Bahn
Der Petitionsausschuss des Bundestags lehnt ein Verbot von Inlandsflügen mehrheitlich ab. Stattdessen spricht er sich dafür aus, den Einsatz alternativer, klimafreundlicher Treibstoffe zu prüfen. Zugleich bekräftigt der Ausschuss das Ziel, Kurzstrecken stärker auf die Schiene zu verlagern.
iStock/Boarding1Now
Mehr Bahnzubringer zum internationalen Flugverkehr sollen nach Auffassung des Petitionsausschusses die Klimabilanz verbessern
Eine öffentliche Petition, die ein Aus für Kurzstreckenflüge gefordert hatte, fand im Ausschuss keine Mehrheit. Stattdessen empfehlen die Abgeordneten, den Einsatz alternativer, klimafreundlicher Treibstoffe im innerdeutschen Luftverkehr zu evaluieren.
In der Begründung macht der Ausschuss deutlich, dass er die Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Schiene für ein zentrales Ziel hält. So werde die Anbindung von Luftverkehrsdrehkreuzen an die Bahn weiter gefördert. Darüber hinaus solle die Zahl der Kurzstrecken durch zusätzliche Bahnverbindungen sinken. Der Ausschuss verweist außerdem auf Anreize für einen freiwilligen Umstieg auf die Schiene.
Unterstützt werden soll diese Verlagerung nach Angaben des Ausschusses durch höhere Investitionen in Ausbau und Erneuerung des Schienennetzes. Genannt werden zudem der deutschlandweit abgestimmte integrale Taktfahrplan, der Deutschlandtakt, sowie Effizienzsteigerungen durch Digitalisierung.
Die Zukunft der Rolle von Inlandsflügen ist gesellschaftlich und auch in der Reisebranche umstritten. Während die Luftfahrt den deutlichen Rückgang von Inlandsflugverbindungen in den vergangenen Jahren beklagt und angesichts mancher Schwächen der Bahn fehlende Konnektivität kritisiert, fordern Umwelt- und Klimaschützer weitere Einschränkungen für innerdeutsche Verbindungen.
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