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1. September 2020 | 13:35 Uhr
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Reisebüros wollen zehn Prozent und mehr Mitsprache

Das ist ein zentrales Ergebnis einer Umfrage der Kooperations-Allianz QTA unter ihren Partner-Büros. Neben einer Vergütung von mindestens zehn Prozent ab der ersten Buchung stehen laut QTA-Chef Thomas Bösl (Foto) stärkere Mitwirkung über Beiräte und Ausgleichszahlungen bei stornierten Reisen auf der Wunschliste.

Bösl Thomas

Thomas Bösl kennt die Anliegen der Reisebüros der QTA-Mitglieder

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Die wichtigste Forderung der Reisebüros führe die Arbeitsagenda der QTA schon seit vielen Jahren an, weiß Bösl: "Die Grundprovision muss bei mindestens zehn Prozent liegen." Dieser Wert habe bereits Eingang in den neuen Kollektivvertrag gefunden, den die QTA vor einigen Wochen mit TUI abschloss. Verknüpft ist dies mit dem Wunsch nach einem Verzicht auf Mindestumsätze. Die auskömmliche Provision soll von der ersten Buchung an fließen.

Besonders wichtig seien den Reisebüros darüber hinaus Ausgleichszahlungen bei kostenlosen Stornos, sagt Bösl. Das sei in erster Linie eine Folge der unvergüteten Mehrarbeit der vergangenen Monate. Außerdem fordere der Vertrieb von den Reiseveranstaltern, ihre Vergütungsmodelle für mindestens zwei Jahre festzulegen, um mehr Planungssicherheit für die Reisebüros zu schaffen. Die Provision solle bereits bei der Buchung oder spätestens nach den ersten Kundenzahlungen überwiesen werden. Darüber hinaus verlangen die Agenturen nach Aussage des QTA-Sprechers zum Beispiel bessere Weiterbildungskonzepte und mehr Mitwirkung über Beiräte oder Ideen-Pools.

"Den Neustart vorbereiten"

Im Rahmen des Kongresses des Fachblatts "FVW“, der in diesem Jahr "virtuell" stattfindet, sagte Bösl, er sei überzeugt, dass der Vertrieb die bisherige Krise einigermaßen gut gemeistert habe. Im kommenden Winter werde er aber sicher noch einmal auf staatliche Hilfspakete angewiesen sein.

Bösl empfahl den Reisebüros dringend, sich jetzt auf den Neustart vorzubereiten, die Digitalisierung nicht zu vernachlässigen und aktiv mit den Kunden in Kontakt zu treten: "Rufen Sie Ihre Kunden an, verbessern Sie Ihre Kundendaten, und stellen Sie dabei Ihre Serviceleistungen und den Mehrwert, den Sie bieten, in den Vordergrund", appellierte er an die Reisebüros.

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