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4. März 2020 | 13:37 Uhr
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Reisebüroumsätze brechen im Februar ein

Das belegen übereinstimmend Daten des Backoffice-Anbieters Tats und des Buchhaltungsdienstleisters TAA. So lag der fakturierte Gesamtumsatz der im Tats "Reisebürospiegel“ erfassten Reisebüros im Monat Februar zum Vergleichsmonat des vergangenen Jahres bei minus 23,3 Prozent. TAA diagnostiziert im Nur-Flug-Segment einen Einbruch um fast ein Drittel.

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Der abgerechnete touristische Umsatz weist laut "Reisebürospiegel" im Februar ein Plus von einem Prozent aus. Der Umsatz im Flugverkehr verzeichne ein Minus von 36,7 Prozent. Die sonstigen Umsätze lägen um 8,6 Prozent unter Vorjahr und die Anzahl der Tickets liegt bei minus 28,6 Prozent. Der Umsatz aus der Touristik-Teilsparte Kreuzfahrten lag immerhin noch um fünf Prozent über dem vom Februar 2019.

Kumuliert betrachtet sei der gesamte fakturierte Reisebüroumsatz in den Monaten von Januar bis Februar um 17,2 Prozent niedriger als im Jahr davor, bilanziert Tats. Die Touristik verzeichne ein Plus von 0,8 Prozent, der Flugverkehr ein Minus von 26,6 Prozent. Die sonstigen Umsätze blieben um 8,2 Prozent und die Anzahl der Tickets um 22,8 Prozent hinter 2019 zurück. Der Teilbereich der Kreuzfahrten verzeichne ein Plus von 5,8 Prozent.

Nach Zahlen des Buchhaltungsdienstleisters TAA verbuchten Reisebüros mit Reisen im Januar und Februar insgesamt ein Minus von 15 Prozent beim Umsatz. Immerhin: In der Touristik habe im Januar ein Plus von drei und im Februar von vier Prozent in den Büchern gestanden.

Vorboten der Coronakrise

Ein Blick auf die einzelnen Monate zeige, dass die Defizite besonders dem schleppenden Februargeschäft geschuldet seien, berichtet TAA-Geschäftsführer Adrian Brehm. So habe der Flugbereich im Januar lediglich einen Umsatzrückgang von zehn Prozent verzeichnet, während es im Februar 29 Prozent gewesen seien. Dies treffe vor allem Reisebüros mit hohem Geschäftsreiseumsatz hart. Im Bereich der Bahnreisen habe der Januar noch stabile Vorjahreswerte erreicht, bevor im Februar auch dort ein Rückgang von neun Prozent eingetreten sei.

"Mit zunehmender Ausbreitung des Coronavirus wächst die Sorge, verbindlich Reisen zu buchen", folgert der TAA-Chef. Um so wichtiger sei es, dass Dienstleister mit kulanten Stornierungsbedingungen für Planungssicherheit bei deutschen Geschäftsreisenden und Urlaubern sorgten, so Brehm weiter. Es bleibe zu hoffen, dass derart flexible Stornomöglichkeiten dem Flug- und Bahnsegment neuen Auftrieb verliehen.

Christian Schmicke

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