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18. Februar 2020 | 15:31 Uhr
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Schweizer Reise-Verband warnt vor weiteren Airline-Pleiten

Mit einer Insolvenz pro Monat rechnet Geschäftsführer Walter Kunz. Der SRV nimmt die jüngste Pleite von Atlas Global zum Anlass, endlich Tempo bei der Einführung einer Kundengeldabsicherung für Fluggesellschaften einzufordern.

Insolvenz

Mit zehn weiteren Airline-Insolvenzen rechnet der SRV in diesem Jahr 

"Diese Groundings und Konkursfälle zeigen, dass unsere gemeinsam mit dem europäischen Verband ECTAA erhobene Forderung nach Insolvenzabsicherung der Airlines mehr als berechtigt ist und die internationalen Stellen, vor allem Brüssel, zum Schutz der Kunden, aber auch der Veranstalter und Reisebüro rasch handeln sollten", wird SRV-Geschäftsführer Kunz in einer Pressemitteilung seines Verbandes zitiert.

Zwar habe sich die EU bereits für die verpflichtende Einführung einer Kundengeldabsicherung im Flugbereich ausgesprochen, doch angesichts absehbarer weiterer Pleiten gehe alles nicht schnell genug, sagte Kunz dem Schweizer Fachportal "Travel News": "Der Stand der Dinge ist 'on hold' oder 'pending' – es geht einfach nicht vorwärts", so der Verbandsgeschäftsführer.

In Deutschland ist es seit der Pleite von Thomas Cook ruhig um die Absicherung von Kundengeldern bei Airline-Insolvenzen geworden. Die intensiv geführte Debatte um den Insolvenzschutz der Veranstalter scheint die seit der Airberlin-Pleite auch hierzulande gärende Diskussion zu überdecken. Der DRV gibt sich in dieser Angelegenheit stets eher zurückhaltend. Er befürwortet zwar im Grundsatz eine Kundengeldabsicherung, fordert dafür aber Wettbewerbsneutralität ein. Am liebsten wäre ihm eine weltweite Lösung, die aber nicht in Sicht ist. Mit einer Lösung im EU-Rahmen würde er sich aber wohl notgedrungen anfreunden können.

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