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13. November 2019 | 07:00 Uhr
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South African Airways streicht jede fünfte Stelle

Zuks Ramasia, Interimschefin der Airline, die seit Jahren in den roten Zahlen fliegt, kündigte an, dass im Zuge eines Restrukturierungsprozesses fast 1.000 der weltweit über 5.000 Jobs gestrichen werden sollen. Gewerkschaften kündigten bereits Widerstand an.

South African Airways A340

Fast 1.000 Stellen stehen bei SAA zur Disposition

Die Situation sei ernst, erklärte Ramasia, deren Vorgänger Vuyani Jarana South African Airways im Juni aus Verärgerung über die veralteten Strukturen und den Einfluss der politik verlassen hatte. Zu den Herausforderungen zählten die andauernde Liquiditätskrise aufgrund hoher Verschuldung, schwankende Treibstoffpreise, Währungsschwankungen, zu hohe Kosten bei zu geringen Einnahmen, eine veraltete Flotte und ein aggressiver weltweiter und regionaler Wettbewerb.

Staatliche Geldspritzen hätten die Situation nur vorübergehend verbessert. "Unsere andauernden Verluste und die Abhängigkeit von staatlichen Garantien, um Kredite zu erhalten, führten zu hohen Zinsbelastungen", so die SAA-Chefin. "Wir müssen dringend aus der Verlustspirale herauskommen.“

Der Restrukturierungsprozess werde alle Bereiche der Airline betreffen, mit Ausnahme der Techniksparte SAAT, des Low-Cost-Ablegers Mango Airlines und des Caterers Air Chefs. Dabei wolle sie die Gewerkschaften in die Beratungen mit einbeziehen. Laut dem südafrikanischen Portal "Eyewitness News" hat die Gewerkschaft South African Transport Movement, die für sich beansprucht, die Mehrheit der SAA-Mitarbeiter zu repräsentieren, bereits Widerstand gegen die Pläne des Managements angekündigt.

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