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14. Juni 2019 | 07:00 Uhr
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Stiftung Warentest warnt vor Abzocke durch Flugportale

Die Tester machten bei einer Stichprobe mit 22 Flügen von vier Airlines bei den Flugvergleichsportalen deutlich höhere Preise aus als auf den Websites der Airlines. Im Schnitt lagen die Tarife um gut ein Drittel darüber, in einem Fall betrug der Preis auf dem Portal sogar das Doppelte.

In ihrer Stichprobe verglich die Stiftung Warentest Angebote der Portale Bravofly, Opodo, Fluege, Flug24,  Airline-direct  und Billigfluege mit denen der Airline-Websites. Neben höheren Grundpreisen auf den Portalen entdeckten sie auch, dass diese für Zusatzleistungen mehr kassieren als die Fluggesellschaften selbst.   So kostete das Aufgabegepäck von Düssel­dorf nach Paris bei Air France 25 Euro, während Fluege 35,10 Euro berechnete. Aufschläge seien zudem bei Steuern, Gebühren und der Sitz­platz­buchung festzustellen gewesen.

Auch mit der Regel, dass nach europäischem Recht mindestens eine kostenlose, zumut­bare und gängige Zahlungs­möglich­keit bestehen muss, nehmen es einige Portale offenbar nicht so genau. Billig­fluege, Air­line-direct, Fluege und Flug24.de ignorierten dies, so die Stiftung Warentest. Dort koste der Flug von Berlin nach München rund ein Viertel mehr, falls Kunden nicht mit einer firmen­eigenen Mastercard zahlten.

Selbst bei kostenpflichtigen Premiummodellen lohnten sich Buchungen über Portale in der regel nicht, so das Testergebnis. So biete etwa Opodo seit einiger Zeit ein Abo-Modell an, das besonders güns­tige Flugpreise verspreche. Doch auch mit dem „Prime“-Abo für 74,99 Euro jähr­lich sei der Preis für einen Flug von Hamburg nach Oslo mit Ryanair um rund ein Drittel teurer als beim Carrier direkt.

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