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30. März 2020 | 17:24 Uhr
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Südostasien-Spezialist Comtour stellt Insolvenzantrag

Das Amtsgericht Essen hat für das Unternehmen, das Reisen nach Indien und Südostasien veranstaltet, die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet und Gregor Bräuer, Partner der Sozietät HWW Hermann, Wienberg, Wilhelm, zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Insolvenz

"Die exponentielle Ausbreitung des Coronavirus und die zahlreichen Verschärfungen von Ein- und Ausreisebestimmungen weltweit haben dem Unternehmen schlagartig die Grundlage für die Aufrechterhaltung der operativen Geschäftstätigkeit entzogen“, so Bräuer zum wirtschaftlichen Status des Veranstalters. Man habe "unverzüglich Optionen geprüft, die es ermöglichen, das Unternehmen in eine Art Winterschlaf zu versetzen und nach Aufhebung der Reisebeschränkungen wieder durchzustarten." Dazu hätten sich aber keine Perspektiven ergeben.

"Da derzeit überhaupt nicht prognostiziert werden kann, wie lange diese Situation andauert und welche Langzeitfolgen hieraus für die Reisebranche erwachsen, sind vorliegend alle Wege zur Schöpfung der erforderlichen Liquidität abgeschnitten", erklärt der Insolvenzverwalter.

Reisende in den Urlaubsgebieten, die ihre Reise hätten abbrechen müssen, seien bereits zurückgeholt worden. Für gebuchte Reisen, die ohnehin nicht stattfinden könnten, werde Comtour "im Rahmen der bestehenden Möglichkeiten die Kunden schnellstmöglich proaktiv informieren". Deren Ansprüche seien über den Sicherungsschein des Versicherers R+V abgesichert.

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