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2. April 2020 | 14:48 Uhr
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Thomas Cook Aviation ist pleite

Die Airline war zuletzt mit sechs Airbus A320 und A321 im Auftrag von Condor ab Düsseldorf und Leipzig/Halle unterwegs. Grund für die Insolvenz ist die Beendigung der Zusammenarbeit durch den einzigen Kunden im Zuge der Corona-Krise.

Mit Thomas Cook Aviation wird ein Unternehmen in die Pleite gezogen, von dem viele gar nicht wussten, dass es noch existierte. Thomas Cook hatte die ehemalige Airberlin Aviation seinerzeit aus der Insolvenzmasse der Airberlin gekauft und als hierzulande registrierte Airline unter dem neuen Namen als Condor-Tochter einsortiert. Von der Pleite des britischen Reisekonzerns und seiner deutschen Veranstaltertöchter war die Airline daher nicht betroffen.  

Zuerst hatte der "Focus“ gemeldet, dass die Fluglinie mit Sitz im hessischen Oberursel Insolvenz angemeldet habe. Wie das Blatt berichtet, will Geschäftsführer Ralf Nagel eine Insolvenz im Schutzschirmverfahren erreichen. Die Mitarbeiter sollen bis Mai Insolvenzgeld von der Bundesagentur für Arbeit erhalten. Angestrebt werde ein Verkauf der Fluggesellschaft, heißt es.

Laut "Focus" bestätigte Condor die Kündigung der Verträge "aufgrund der aktuellen Situation". Der Ferienflieger kämpft derzeit selbst ums Überleben. Wie gemeldet, steht seine geplanter Übernahme durch das Mutterunternehmen der polnischen Fluggesellschaft Lot, PGL, möglicherweise in Frage. Zuletzt war eine übergangsweise Verstaatlichung der Airline über die KfW ins Spiel gebracht worden.

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