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22. September 2020 | 13:29 Uhr
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TUI dampft das Angebot im Winter weiter ein

Für den Winter werde die Kapazität um weitere 20 Prozent auf rund 40 Prozent des ursprünglich geplanten Umfangs reduziert, so Konzernchef Fritz Joussen (Foto). Der Konzern habe nach seinen Worten noch rund zwei Milliarden Euro in der Kasse, doch jeden Monat fließe Geld im "niedrigen bis mittleren dreistelligen Millionenbereich" ab.

Joussen Fritz

Laut Fritz Joussen hat TUI noch zwei Milliarden Euro in der Kasse

Seit der Wiederaufnahme des Reiseverkehrs im Sommer hat TUI laut Joussen 1,4 Millionen Reisende in den Urlaub gebracht. Die Buchungen für den Sommer lägen um 83 Prozent unter denen des Vorjahres, bei Preisen, die um 19 Prozent niedriger seien. Die Buchungen für den Winter lägen aktuell um 59 Prozent unter dem Vorjahreswert. Das Marktumfeld werde wegen der schwer vorhersehbaren Entscheidungen über Reisebeschränkungen infolge der Pandemie in den nächsten Quartalen weiterhin volatil bleiben, glaubt der TUI-Chef.

Für den Sommer 2021 plant der Konzern mit 80 Prozent der ursprünglich vorgesehenen Kapazität, das Buchungsaufkommen liege in der aktuellen, sehr frühen Phase um 84 Prozent über dem Volumen im vergangenen Jahr. Allerdings sind darin auch Umbuchungen abgesagter Reisen in nicht beziffertem Umfang enthalten.

Wie bereits angekündigt, will TUI gegenüber dem aktuellen Stand mehr als 300 Millionen Euro pro Jahr einsparen. Davon seien "möglicherweise 8.000 Stellen" betroffen, so Konzernchef Joussen.

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