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12. August 2020 | 16:16 Uhr
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TUI erhält weitere Staatshilfen

Zu dem bestehenden Paket über 1,8 Milliarden Euro sollen ein zusätzlicher KfW-Kredit von 1,05 Milliarden und eine Wandelanleihe über 150 Millionen Euro kommen. Damit wäre der Konzern aktuell mit 2,4 Milliarden Euro an Kreditlinien und Finanzmitteln flüssig, heißt es.

TUI Hauptverwaltung

TUi bekommt weitere Geldspritzen

Die Inanspruchnahme der zusätzlichen Kreditlinie steht laut TUI unter dem Vorbehalt, dass das Unternehmen eine Wandelanleihe in Höhe von 150 Millionen Euro an den Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) begibt und die Gläubiger einer im Oktober 2021 fälligen Anleihe auf eine Begrenzung der Verschuldung der TUI verzichten. Beide Bedingungen sowie weitere formelle Voraussetzungen müssen bis zum 30. September erfüllt sein.

Die potentielle Wandelanleihe mit einer Laufzeit von zunächst sechs Jahren würde vom WSF nach Abschluss eines Übernahmevertrages erworben. Die Anleihe würde dann mit 9,5 Prozent verzinst. TUI habe ein Rückzahlungsrecht, sobald der Kredit in Höhe von 1,05 Milliarden Euro zurückgezahlt ist. Der WSF gehört dem Bund, der sich bei einer Umwandlung in Aktien mit bis zu neun Prozent an TUI beteiligen könnte.

TUI-Vorstandschef Fritz Joussen glaubt, das zusätzliche Stabilisierungspaket erlaube es, "den Fokus auf das operative Geschäft zu legen und gleichzeitig die Neuausrichtung des Konzerns voranzutreiben". Das Geschäftsmodell des Konzerns sei intakt. Man habe "rechtzeitig massive Kostensenkungen eingeleitet und diese schnell und konsequent umgesetzt". Durch die zusätzliche Kreditlinie würden auch "längerfristige Reisebeschränkungen und Beeinträchtigungen durch Covid-19 abgedeckt".

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