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20. April 2021 | 13:01 Uhr
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TUI führt Servicegebühr in eigenen Reisebüros ein

Von Mitte Mai an kassieren die TUI-eigenen Filialen Servicepauschalen zwischen 15 und 39 Euro pro Buchung. Bei den Franchisepartnern ist der Startschuss schon in diesem Monat erfolgt; allerdings steht es ihnen frei, den Aufpreis zu kassieren oder nicht. TUI-Vertriebschef Hubert Kluske (Foto) hofft, dass sich Serviceentgelte als Branchenstandard etablieren.

Kluske Hubert CCO TUI Deutschland

Die Bedeutung qualifizierter Beratung sei gewachsen, sagt TUI-Vertriebschef Hubert Kluske 

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Die Pauschalen sind nach Service-Intensität und Reisepreis gestaffelt. Das sogenannte Standard-Paket umfasst laut TUI neben einer fundierten Bedarfsanalyse und Angebots-Ausarbeitung auch Angebots- und Leistungsvergleiche in professionellen Buchungssystemen, Auskunft und Informationen zu geltenden Einreisebestimmungen sowie die Anmeldung von Sitzplatzreservierungen für den Flug. Der Preis für das Standard-Servicepaket richtet sich nach dem Reisepreis. 15 Euro fallen an bei einem Preis bis 499 Euro. Ab 500 Euro gilt ein Betrag von 29 Euro pro Buchung.

Das Premium-Servicepaket beinhaltet darüber hinaus zusätzliche Leistungen wie die Anmeldung von Zusatzgepäck, Online-Check-In für den Hinflug, Reservierung von Sport- und Wellness-Aktivitäten im Hotel, Unterstützung beim Ausfüllen des Bordmanifests für Kreuzfahrten, Reservierung von Ausflügen für Kreuzfahrten, Unterstützung bei Schadensmeldungen, zum Beispiel an Versicherungen, und auf Wunsch den Ausdruck von Reisedokumenten. Zudem werden Extrawünsche direkt mit der Fluggesellschaft oder dem Hotel geklärt. Bei einem Reisepreis bis 499 Euro fallen 25 Euro an, bei einem Preis ab 500 Euro liegt der Betrag bei 39 Euro.

Vertriebschef hofft auf Servicepauschale als "Branchenstandard"

Für die TUI-Franchisepartner sei der Startschuss zur Einführung von Servicepauschalen bereits im April gefallen, heißt es vom Unternehmen. Die Büros erhielten Unterstützung mit Schulungen, Tipps zur Einführung sowie Anleitungen zum technischen Prozess im jeweiligen Midoffice-System. Die Inhaber entschieden dann selbst darüber, ob, wann und wie sie das Thema umsetzen wollten.

"In anderen Dienstleistungsbranchen ist es mittlerweile etabliert, dass guter Service honoriert wird. In der Touristik ist diese Form der Wertschätzung bislang noch eine Ausnahme", sagt Hubert Kluske, Vertriebs- und Marketinggeschäftsführer bei TUI Deutschland. Zudem ist beim Verkauf von Reisen der Mehrwert durch Beratung und Service "heute deutlich größer als in den vergangenen Jahren". Nicht zuletzt brachten Airline- und Veranstalterpleiten sowie nun die Corona-Krise den Agenturen jede Menge zusätzliche, aber unvergütete Arbeit.

"Kunden schätzen den Service professioneller Reiseberater, daher sollte die Servicepauschale zum Marktstandard werden“, meint Kluske. TUI habe bereits eine technische Lösung etabliert, damit die Filialen künftig die Servicepauschale einfach in ihren normalen Arbeitsprozess integrieren könnten.

Christian Schmicke

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