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7. Mai 2024 | 15:35 Uhr
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USA leiten gravierende Änderungen bei Fluggastrechten ein

Das US-Verkehrsministerium hat eine Reihe von Änderungen bei den Fluggastrechten in den Vereinigten Staaten beschlossen. Unter anderem müssen Airlines Passagiere aktiv auf Erstattungsansprüche hinweisen und das Geld binnen sieben Tagen überweisen. Im Land werden die Maßnahmen kontrovers diskutiert.

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Die neuen Erstattungsregeln treten laut dem US-Fachportal Travel Weekly Ende Oktober in Kraft. Sie verpflichten die Fluggesellschaften unter anderem dazu, die Fluggäste aktiv über ihren Anspruch auf eine Rückerstattung zu informieren, bevor sie Fluggutschriften oder alternative Reisepläne anbieten. Darüber hinaus müssen Erstattungen standardmäßig ausgestellt werden, wenn ein Kunde nicht auf die Mitteilungen der Fluggesellschaft reagiert. Bei Flugscheinen, die mit einer Kreditkarte gekauft wurden, muss die Erstattung innerhalb von sieben Tagen erfolgen.

Neben den Benachrichtigungspflichten definiert das US-Verkehrsministerium nun auch explizit, was als "erhebliche Verspätung" gilt. Bei Inlandsflügen sind es drei Stunden oder mehr, bei internationalen Flügen sechs Stunden oder mehr. Bisher war diese Definition in den Beförderungsverträgen der meisten großen US-Fluggesellschaften vage gehalten.

Ende der Gutschein-Praxis

Laut Travel Weekly haben US-Fluggesellschaften häufig Gutschriften an Fluggäste ausgestellt, die ihre Rechte nicht kannten. Ein Experte schätzt, dass etwa drei bis fünf Prozent der jährlichen Einnahmen von US-Airlines aus ungenutzten Fluggutschriften resultierten. Verbraucherschützer bewerten die neuen Vorschriften des US-Verkehrsministeriums als "Wendepunkt für den Schutz der Fluggäste in der Luftfahrtindustrie", berichtet das Fachportal. Sie machten geltend, dass es für Passagiere bisher schwierig gewesen sei, Rückerstattungen zu erhalten.

Die Airline-Industrie sieht das naturgemäß anders. So äußerte der Verband Airlines for America (A4A) scharfe Kritik an den Erstattungsregeln und bezeichnete sie als unnötige Regulierungsvorschriften, die zu Verwirrung bei Verbrauchern führten und den Wettbewerb einschränkten. Er befürchtet, dass die Fähigkeit der Fluggesellschaften, mit unterschiedlichen Dienstleistungsmodellen zu konkurrieren, beeinträchtigt werde. 

Laut Travel Weekly sorgt bei Reisemittlern vor allem eine neue Regelung der Ende Oktober in Kraft tretenden neuen Regeln für Unruhe. So heißt es, Agenturen müssten für Erstattungen aufkommen, wenn sie als eingetragene Händler fungieren. Das gelte auch dann, wenn die jeweilige Fluggesellschaft über ausreichende Mittel verfüge.

Christian Schmicke

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