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10. Juli 2019 | 07:00 Uhr
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Mailen

Vermietungsplattform The Plum Guide kommt nach Berlin

Die Buchungsplattform für die Kurzzeitvermietung luxuriöser Wohnobjekte bot bislang Unterkünfte in London, Los Angeles, Mailand, New York, Paris und Rom. Nun kommen bietet das Start-up von Doron Meyassed (Foto) Unterkünfte in sechs weiteren Metropolen an, darunter als erste deutsche die Hauptstadt.

Meyassed Doron

Start-up-Gründer Doron Meyassed will nun auch den Berliner Ferienwohnungsmarkt aufmischen

Noch ist das Angebot übersichtlich. Ein Blick auf die Website verrät, dass The Plum Guide derzeit 77 Objekte in Berlin anbietet. Doch das soll sich rasch ändern. Bis Ende 2019 möchte das Londoner Unternehmen über 600 Wohnungen in der Stadt anbieten. Ebenso wie in Barcelona, Berlin, Kopenhagen, Lissabon, Madrid und Tel Aviv. Auch diese Städte sind seit Anfang Juli auf der Plattform buchbar.

Das Geschäftsmodell von The Plum Guide gleicht auf den ersten Blick dem anderer Portale. Dem Portal Phocuswire sagte der Gründer und Geschäftsführer des 2015 ins Leben gerufenen Start-ups, Dojon Meyassed, im vergangenen Jahr, man kassiere für Buchungen eine Provision im "marktüblichen" Rahmen. Was die Plattform von anderen unterscheiden soll, ist die Auswahl der Objekte. Potenzielle Vermieter müssten ein strenges Testverfahren durchlaufen, versichert das Unternehmen. Ein eigens erbauter Algorithmus prüfe im ersten Schritt die besten Wohnlagen der Stadt. Im Anschluss prüften Hotellerie-Experten das Objekt gründlich vor Ort, den letzten Schritt bilde dann ein "wissenschaftlich fundierter" Test, der Aussagen zur Wohnqualität treffe, die an Faktoren wie der Nähe zu Cafés und Verkehrsmittel oder Geschwindigkeit des W-Lans gemessen werde. Man wolle eine Art Guide Michelin unter den Apartmentvermittlern sein und Orientierung bieten, sagt Meyassed.

The Plum Guide konzentriere sich auf ein "extrem anspruchsvolles Segment an wohlhabenden Personen" sagt der Firmengründer. Die Kundschaft lebe in Metropolen, reise gerne und lege "sehr viel Wert auf gutes Design, Qualität und Standort", so Meyassed. Allerdings weiß er, dass Berlin kein einfaches Pflaster für die Kurzzeitvermietung ist, die im Verdacht steht, zum massiven Preisanstieg bei Wohnimmobilien beizutragen. Man überprüfe im Zuge des Auswahlprozesses sorgfältig, ob die angebotenen Wohnobjekte über die nötige Mietlizenz verfügten, versichert der Anbieter. Über eine gut gefüllte "Kriegskasse" sollte er jedenfalls verfügen. Im März sammelte das Start-up in einer Finanzierungsrunde rund 15,5 Millionen Euro  ein.

Christian Schmicke