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22. März 2024 | 16:14 Uhr
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Warum der Weg zum "Single European Sky" noch weit ist

Anfang März einigten sich die Unterhändler der EU-Ratspräsidentschaft und des Europäischen Parlaments "vorläufig" über die Reform des Luftverkehrs auf dem Weg zu einem einheitlichen europäischen Luftraum. Das Echo aus der Industrie fällt verhalten aus.

München Flughafen Tower

Die Flugsicherung, hier der Tower am Flughafen München, läuft europaweit weiter uneinheitlich

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Mit der vorläufigen Vereinbarung will die EU Leistungspläne für Flugsicherungsdienste einrichten, um das Netzmanagement des EU-Luftraums zu verbessern. Dabei sollen verbindliche Ziele und Anreize helfen, um Flüge effizienter und umweltfreundlicher zu machen. Es werde ein unabhängiger beratender Leistungsprüfungsausschuss eingerichtet, der die Kommission und die Mitgliedstaaten bei Entscheidungen über die Umsetzung dieser Pläne unterstütze, hieß es von der EU.

Mehr Effizienz und Umweltfreundlichkeit

Unter anderem sollen Flugsicherungsdienste und Netzmanagement zur Klimaneutralität beitragen. Nach den neuen Regeln werde die Kommission EU-Leistungsziele für Kapazität, Kosteneffizienz, Klima- und Umweltfaktoren für Flugsicherungsdienste festlegen. Zudem solle überprüft werden, wie Gebühren, die von Luftraumnutzern, also Fluggesellschaften oder privaten Flugzeugbetreibern, für die Erbringung von Flugsicherungsdiensten erhoben werden, diese zu einem umweltfreundlicheren Verhalten veranlassen könnten. Dies könnte beispielsweise geschehen, indem sie die treibstoffeffizienteste verfügbare Streckenführung oder alternative saubere Antriebstechnologien nutzten. Im Rahmen des Abkommens sollen die Mitgliedstaaten nationale Aufsichtsbehörden einrichten, die die Struktur und die finanzielle Tragfähigkeit der Flugsicherung bewerten.

Weitreichende Ernüchterung

Die EU-Kommission arbeitet seit zwei Jahrzehnten an einem einheitlichen europäischen Luftraum, dem "Single European Sky". Er soll Kapazitätserhöhungen ermöglichen, Kosten senken und Treibstoffverbrauch und Umweltbelastungen reduzieren. Das Portal Airliners hat sich in der Industrie umgehört und stieß im Hinblick auf die Vereinbarung überwiegend auf Enttäuschung. Die vorläufige Einigung zwischen den Mitgliedsstaaten und dem EU-Parlament Anfang März habe den ursprünglichen Vorschlag der Kommission stark verwässert, heißt es. Eine Reihe von Ländern drängten darauf, die Gebühren zu erhöhen, um Europas Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.

Lediglich höhere Kosten?

Das Portal zitiert etwa Easyjet-Chef Johan Lundgren mit der Bemerkung, das Abkommen sei eine "verpasste Gelegenheit". Die Chefs der britischen Jet2 und der spanischen Volotea erklärten, die befürchteten zusätzlichen Gebühren würden "den Bürgern nur schaden". Der CSU-Europa-Abgeordnete Markus Ferber wird vom Portal Airliners mit der Bemerkung zitiert, der europäische Himmel sei bis heute immer noch ein "Flickenteppich nationaler Regelungen" und jeder Flug im Schnitt 49 Kilometer länger als die Luftliniendistanz. Die Einigung sei daher "ein wichtiger Schritt, um die Luftfahrt klimafreundlicher zu machen und Flugrouten so kurz wie möglich zu planen".

Christian Schmicke

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