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8. Januar 2026 | 16:08 Uhr
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Zahl der Flugstörungen in Deutschland ist gesunken

Nach Zahlen des Fluggastrechtedienstleisters Airhelp waren 2025 in Deutschland 27,6 Millionen Passagiere von Verspätungen oder Flugausfällen betroffen. Zwar ging die Zahl der Störungen im Vergleich zu den Vorjahren zurück, doch insbesondere die Sommermonate blieben problematisch.

Flugausfall

Die Zahl der Flugausfälle und Verspätungen in Deutschland ist 2025 gesunken

Laut Airhelp stabilisierte sich das Passagieraufkommen in Deutschland bei rund 107 Millionen abfliegenden Fluggästen. 27,6 Millionen davon waren von Verspätungen oder Annullierungen betroffen. Die Störungsquote lag damit bei rund 26 Prozent.

Im Vergleich zu den Vorjahren entspricht das einer Verbesserung. Während in den Jahren zuvor etwa ein Drittel der Passagiere mit Problemen zu kämpfen hatte, war es 2025 nur noch etwa jeder Vierte. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei langen Verspätungen aus: Nur 0,34 Prozent der Fluggäste kamen mit mehr als drei Stunden Verzögerung am Ziel an.

Sommer bleibt Störfaktor

Wie in den Vorjahren häuften sich die Probleme in den verkehrsreichen Sommermonaten. Der Juli 2025 war der schwächste Monat: 34,3 Prozent der Passagiere starteten verspätet oder konnten ihre Reise nicht wie geplant antreten. Auch der Juni und der September lagen mit Störungsquoten von rund 30 Prozent deutlich über dem Jahresdurchschnitt.

Aber auch außerhalb der Ferien kam es zu Unregelmäßigkeiten. In den Wintermonaten trugen laut Airhelp unter anderem wetterbedingte Einflüsse zu Verspätungen und Ausfällen bei.

Flughäfen mit großen Unterschieden

Bei den deutschen Flughäfen zeigen sich teils deutliche Unterschiede. Karlsruhe/Baden-Baden wies 2025 mit 34,3 Prozent die höchste Verspätungsquote auf. Es folgen Münster/Osnabrück mit 31,9 Prozent und Saarbrücken mit 30,7 Prozent. Vergleichsweise stabil lief der Betrieb in Dresden, wo nur 16,6 Prozent der Passagiere verspätet starteten. Auch Weeze und Bremen lagen unter der Marke von 21 Prozent.

Frankfurt am Main blieb mit mehr als 33 Millionen abfliegenden Passagieren der größte Flughafen Deutschlands. 72 Prozent der Flüge starteten dort pünktlich, 27 Prozent verspätet, gut ein Prozent der Flüge wurde annulliert.

Problemstrecken ab Frankfurt

Besonders auffällig waren erneut Langstrecken ab Frankfurt. Die Verbindung nach Lagos in Nigeria verzeichnete die höchste Verspätungsquote: Rund 71 Prozent der Passagiere starteten nicht pünktlich. Es folgen die Strecken nach Colombo-Bandaranaike in Sri Lanka mit gut 66 Prozent sowie nach Bengaluru in Indien mit rund 62 Prozent.

Die meisten Annullierungen meldet Airhelp auf den Routen Frankfurt – Chișinău, Moldau, mit 16,5 Prozent, Frankfurt – Beirut mit acht Prozent und Frankfurt – Linz mit sieben Prozent.

Deutschland verbessert sich im Europa-Vergleich

Europaweit waren 2025 rund 240,4 Millionen Fluggäste von Verspätungen oder Ausfällen betroffen. Die durchschnittliche Störungsquote lag bei 25,7 Prozent. Deutschland verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich und rutschte im Negativranking von den Spitzenplätzen auf Rang elf. 2024 lag die Quote noch bei rund 34 Prozent.

Die höchsten Störungsquoten verzeichneten Portugal mit 35,6 Prozent, Griechenland mit 33,2 Prozent und Frankreich mit 29,6 Prozent. Am zuverlässigsten waren erneut die skandinavischen und baltischen Länder. Norwegen kommt laut Airhelp auf eine Quote von 14,6 Prozent, gefolgt von Schweden und Estland.

Christian Schmicke

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