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10. August 2020 | 17:18 Uhr
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Zwei Drittel der Alpha-Reisebüros wollen weitermachen

Das geht aus einer Mitgliederumfrage der Reisebürokooperation hervor, die sich nach der Thomas-Cook-Pleite Schauinsland Reisen als Leitveranstalter zuwandte. Jedes dritte Büro macht die Fortführung seiner Geschäfte indes von der Entwicklung der Rahmenbedingungen abhängig.

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Die rund 700 Büros der Kooperation, die jeweils zur Hälfte RT Reisen in Burghausen und dem Duisburger Veranstalter gehört, wurden in den vergangenen zwölf Monaten wahrlich nicht vom Glück verwöhnt. Erst rutschte im September Thomas Cook in die Insolvenz. Die Pleite des wichtigsten Handelsherren und Joint-Venture-Gesellschafters der Kooperation brachte herbe Umsatzverluste, jede Menge Mehrarbeit, frustrierte Kunden und große Unsicherheit hinsichtlich der Perspektiven.

Im November dann ein Hoffnungsschimmer: Schauinsland Reisen übernahm 50 Prozent der Anteile an der Kooperation und bot sich den Mitgliedern als neuer Leitveranstalter an. Dreieinhalb Monate später brachte die Corona-Pandemie die Geschäfte der gesamten Branche zum Erliegen.

Plädoyer für weitere Hilfen

Dass 63 Prozent der rund 700 angeschlossenen Büros der Kooperation laut Umfrage weiterhin entschlossen sind, ihre Geschäfte weiterzuführen, wertet Geschäftsführer Albin Loidl als Erfolg. Nur zwei Prozent hätten, häufig aus Altersgründen, schon entschieden, ihre Bürotüren bald abzuschließen, sagt er, und: "Fast alle unserer Partner sind nach wie vor engagiert dazu bereit, die Ärmel hochzukrempeln, um trotz anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen und einer katastrophalen Umsatzsituation die Zukunft zu gestalten."

Zudem stimme ihn optimistisch, dass die Mehrheit der Mitglieder mit dem neuen Leitveranstalter Schauinsland zufrieden sei und dessen Produkte bevorzugt verkaufen wolle, so Loidl, der allerdings auch einräumen muss, dass für jedes dritte Büro die Frage der Zukunftsperspektiven ungelöst ist. Der Vertriebsmanager appelliert daher an die Politik: "Der stationäre Reisebürovertrieb ist auch über den Monat September hinaus auf staatliche Überbrückungshilfen angewiesen, zumal derzeit steigende Infektionszahlen auf ein Anhalten der Pandemie hinweisen."

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