Trübe Stimmung bei Reisebüros und Reiseveranstaltern
Laut dem Ifo-Institut hat sich das Geschäftsklima bei Reisebüros und Reiseveranstaltern im April weiter verschlechtert. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage deutlich schlechter als im März, die Geschäftserwartungen verbesserten sich hingegen etwas. Als Stimmungskiller für die Branche wirkte der Iran-Krieg.
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Die Stimmung in der Reisebranche hat sich weiter verschlechtert
"Der Iran-Konflikt hat die Reisebranche besonders im März stark belastet", sagt Ifo-Experte Patrick Höppner. Ein positives Signal sendete die Ende April aufgehobenen Reisewarnungen für wichtige Flugreise-Transitländer im Nahen Osten.
Das Abwarten der Kunden ist schlecht für Sommer- und Winterbuchungen
Mehr als die Hälfte der befragten Reisebüros und Reiseveranstalter beurteilte die Nachfrage im April als schwach. "Wenn Reisende die weitere Entwicklung im Iran-Konflikt abwarten, kann das die Buchungen insbesondere für das Ende der Sommersaison 2026 und die Wintersaison 2026/27 beeinträchtigen", sagt Höppner. Zudem können die Diskussionen über mögliche Engpässe bei Flugkerosin für Verunsicherung bei Reisenden sorgen.
Der Anteil der Reiseunternehmen, die für die kommenden Monate von steigenden Preisen ausgehen, hat sich im April erneut etwas erhöht. Die Kosten für Flugkerosin sind weiterhin deutlich höher als vor der Eskalation des Konflikts Ende Februar. Flüge für Urlaubsreisen können sich daher im weiteren Jahresverlauf verteuern. Auch für Reisen mit dem Auto innerhalb Europas wird das Tanken in der Pfingst- und Sommerreisezeit voraussichtlich teurer als noch letztes Jahr: Anfang Mai waren die Preise für Benzin (Diesel) in Österreich etwa 20 Prozent (34%) höher als Anfang Mai 2025, für Italien liegen die entsprechenden Werte bei etwa 5 Prozent (29%), für Frankreich bei etwa 21 Prozent (39%) und für Kroatien bei etwa 18 Prozent (32%). Dies geht aus Daten des Weekly Oil Bulletin der Europäischen Kommission hervor.