Auf die Frage von Moderator Frank Plasberg, wie peinlich das denn sei, geriet der anwesende DRV-Präsident Norbert Fiebig ein bisschen ins Schlingern. Nachdem seine Antwort, das müsse man denjenigen fragen, der es formuliert habe, also Carsten Spohr, nicht verfing, konnte er nur noch einräumen, dass das "nicht ganz optimal" gelaufen sei.
Lufthansa war im Verlauf der Diskussion, an der neben Fiebig unter anderem der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach und FDP-Politiker Wolfgang Kubicki teilnahmen, mehrfach ein Thema. So ging es auch um die mangelnde Rückzahlungsmoral eines mit Hilfe staatlicher Milliarden-Geldspritzen vorerst geretteten Unternehmens. Während die Vertreter der Politik die Praxis, gezahlte Gelder für gestrichene Füge rechtswidrig einzubehalten, ausnahmsweise einmütig mit klaren Worten anprangerten, plädierte Fiebig dafür, der Airline nun, nach Eingang der erforderlichen Mittel, die Chance zu geben, die Rückzahlungen zügig zu leisten.
Plasbergs Frage, ob sich Fiebig für den diplomatischen Dienst bewerben wolle, war insofern nicht ganz unberechtigt. Schließlich geißelt der DRV die Weigerung der Fluggesellschaften, Kundengelder zurückzuzahlen, in der brancheninternen Debatte durchaus mit deutlichen Worten, wie Reise vor9 an anderer Stelle bereits meldete.
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