Australische Airlines dünnen Inlandsverbindungen aus
Steigende Kerosinpreise zwingen australische Fluggesellschaften zu Einschnitten im Inlandsverkehr. Qantas, Jetstar und Virgin Australia wollen Verbindungen reduzieren, Flüge bündeln und teils die Preise erhöhen. Qantas streicht zudem eine Regionalstrecke ganz.
iStock/Ryan Fletcher
Qantas rechnet mit einer erheblichen Kostenbelastung durch die hohen Kerosinpreise
Virgin Australia rechne im zweiten Halbjahr mit zusätzlichen Kerosinkosten von 30 bis 40 Millionen australischen Dollar, umgerechnet 18 bis 24 Millionen Euro, berichtet unter anderem die Deutsche Presse-Agentur. Die Airline wolle zunächst mit moderaten Kapazitätsanpassungen und höheren Preisen gegensteuern.
Qantas kürzt stärker im Inland
Deutlich stärker belastet sieht sich Qantas. Der Konzern erwartet für das zweite Halbjahr einen Anstieg seiner Treibstoffkosten um bis zu 800 Millionen australische Dollar, rund 485 Millionen Euro. Entsprechend konkret fallen die Gegenmaßnahmen aus.
Im Inlandsverkehr will Qantas vor allem stark frequentierte Strecken zwischen großen Städten ausdünnen. Geplant sind unter anderem weniger Flüge zu Randzeiten. Zudem stellt die Airline die Verbindung zwischen Adelaide und Mount Gambier im Bundesstaat Südaustralien komplett ein. Auch die Tochter Jetstar will weniger Inlandsverbindungen anbieten.
Europa profitiert von der Verlagerung
Während im Inland gekürzt wird, verschiebt Qantas international Kapazitäten. Flüge in die USA und im australischen Binnenmarkt werden zugunsten von Europa-Verbindungen reduziert. Vor allem Paris und Rom sollen profitieren.
Nach Angaben des Unternehmens ist die Nachfrage dort hoch, weil viele Passagiere nach Routen suchen, die den Nahen Osten umfliegen. Damit reagiert die Airline nicht nur auf höhere Kosten, sondern auch auf veränderte Buchungsmuster.
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