Sturmtief Elli hat Deutschland fest im Griff
Sturmtief Elli sorgt in Deutschland für Schnee, Sturm und Glatteis. Besonders Nord- und Ostdeutschland sind laut Meteorologen betroffen. Die Bahn schränkt den Fernverkehr ein und ermöglicht kostenlose Umbuchungen, auch im Flug- und Fährverkehr drohen Ausfälle und Verspätungen. Behörden raten, nicht notwendige Reisen zu verschieben.
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Nicht nur Bahnreisende müssen sich wegen des Winterwetters warm anziehen
Die angespannte Wetterlage könnte den Reiseverkehr noch mehrere Tage beeinträchtigen, kündigt der Deutsche Wetterdienst (DWD) an. Die Bahn reagiert mit einem reduzierten Fernverkehrsangebot in Teilen Norddeutschlands. Bereits am Donnerstag wurden Verbindungen gestrichen, weitere Verspätungen und Ausfälle sind angekündigt. Fahrgäste mit Tickets für Reisen vom 8. bis 10. Januar können ihre Fahrten laut Bahn kostenfrei verschieben und zu einem späteren Zeitpunkt nachholen.
Auch im Regionalverkehr sei mit Einschränkungen zu rechnen. Die Bahn empfiehlt dringend, sich vor Reiseantritt in den Auskunftssystemen über aktuelle Verbindungen zu informieren.
Fähren und Küstenregionen betroffen
Die winterliche Wetterlage trifft auch die Schifffahrt. Einige Fährverbindungen zu den Ostfriesischen Inseln sollen am Freitag nicht verkehren. Zusätzlich warnt das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie vor einer Sturmflut an der Ostseeküste. In der Kieler und Lübecker Bucht werden Wasserstände von bis zu 1,20 Meter über Normalnull erwartet.
Flughäfen rechnen mit Störungen
Auch der Luftverkehr bleibt nicht verschont. Nach Einschätzung des Portals Aero International könnten zahlreiche Flughäfen von den winterlichen Bedingungen betroffen sein. Dazu zählen Hamburg, Hannover und der Flughafen Berlin-Brandenburg mit Schnee und Glätte. In Frankfurt geht Schnee teils in Regen über, was ebenfalls Verzögerungen begünstigt. In München können Schneewolken vor allem den Nacht- und Morgenverkehr beeinträchtigen. Auch Düsseldorf, Köln/Bonn und Stuttgart müssen mit Störungen rechnen, wenn Temperaturschwankungen die Glatteisgefahr erhöhen.
"Aufgrund von wetterbedingten Einflüssen in verschiedenen Bereichen von Deutschland und Nordeuropa kann es im Flugplan der Lufthansa Group zu Verzögerungen und Streichungen kommen", heißt es von der Lufthansa.
Sabine Schreiber-Berger