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30. März 2021 | 07:00 Uhr
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Weltkalender: Worauf Reisende im April achten sollten

Jenseits von Konflikten und Corona haben Wahlen und Jahrestage Einfluss auf die Sicherheitslage für Reisende. Wo gereist werden kann und muss, ist es ratsam, diese Termine im Auge zu behalten. Die Daten für den Weltkalender haben wie immer die Sicherheitsexperten von International SOS für Reise vor9 zusammengestellt.

Abu Dhabi

Am 13. April beginnt in islamischen Ländern der Fastenmonat Ramadan

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Wahlen und Abstimmungen

Benin: Das Land hält am 11. April Präsidentschaftswahlen ab.

Tschad: Am 11. April stehen Präsidentenwahlen an. Örtlich begrenzte Unruhen im Umfeld von Wahlkampfveranstaltungen sind möglich. Das gilt für die Hochburgen der Opposition im Süden des Landes wie auch für die Hauptstadt Ndjamena. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass Unruhen eskalieren und die Stabilität gefährden. Reisende sollten dennoch Menschenansammlungen meiden.

Jahrestage und Feiertage mit Potenzial für Störungen

Algerien, 20. April, Gedenken an den Berberaufstand von 1980: In Tizi Ouzou und der weiteren Region Kabylie wird mit zunehmenden Spannungen zu rechnen sein, sowie möglicherweise mit Märschen in Algier. Reisende sollten in den genannten Regionen sowie in Algier Menschenansammlungen meiden.

Armenien, 24. und 25. April, Jahrestag des Völkermords und Tag der Bürger: Am Jahrestag des Genozids (24. April) finden üblicherweise im ganzen Land Versammlungen statt, die größte im Tsitsernakaberd Armenian Genocide Memorial Complex in Eriwan. Der Tag der Bürger (25. April) erinnert an die Proteste von April bis Mai 2018. Reisende sollten an beiden Tagen Menschenansammlungen meiden

Australien, Neuseeland, Cook-Inseln, Samoa, Tonga, 25. und 26. April, ANZAC Day: Der Tag erinnert an die erste Militäraktion von australischen und neuseeländischen Truppen sowie Soldaten aus Tonga im Ersten Weltkrieg, die erhebliche Verluste mit sich brachte. Üblich sind Gedenkfeiern und Paraden zum Beispiel im australischen Canberra. Reisende sollten mit Straßensperrungen und verstärkten Sicherheitsmaßnahmen rechnen.

Belarus, 2. April, Tag der Einheit Russlands und Belarus’: Es besteht die Möglichkeit, dass Demonstranten die Vereinigung von Russland und Belarus fordern. Reisende sollten daher Menschenansammlungen meiden.

Brasilien, 17. April, Jahrestag der Ermordung landloser Demonstranten: Kundgebungen und Landfriedensbrüche sind landesweit üblich, oft durch Aktivistengruppen. Die Ermordung von 19 landlosen Demonstranten durch die Polizei in Eldorado de Carajás (Bundesstaat Pará) geschah im Jahr 1996.

China, 3. bis 5. April, Qingming-Fest: Das chinesische Fest des Totengedenkens ist seit 2008 ein offizieller Feiertag. Reisende sollten mit feiertagsüblichen Einschränkungen rechnen, etwa ausgedünnten Fahrplänen oder geschlossenen Geschäften und Behörden.

Georgien, 9. April, Tag der nationalen Einheit: Der Tag erinnert an eine antisowjetische Demonstration im Jahr 1989, bei der 21 Menschen getötet wurden. Reisende sollten auf mögliche Demonstrationen achten und Menschenansammlungen meiden.

Indien, 13. April, Ugadi: Das hinduistische Neujahrsfest in den Bundesstaaten Andhra Pradesh und Karnataka wird ausführlich gefeiert. Reisende sollten mit feiertagsüblichen Einschränkungen rechnen.

Islamische Welt, 13. April bis 12. Mai, Ramadan: Während des islamischen Fastenmonats werden die Arbeitszeiten verkürzt, einige Unternehmen schließen tagsüber. Die genauen Daten können je nach Land unterschiedlich sein.

Kirgisistan, 7. April, Jahrestag der Revolution: Am 2. April 2010 wurde Präsident Kurmanbek Bakijew gestürzt. Reisende sollten auf Demonstrationen achten und Menschenansammlungen meiden.

Marshallinseln, 30. April, Nationalfeiertag: Der Constitution Day ist der Nationalfeiertag des kleinen Landes in Ozeanien. Reisende sollten mit feiertagsüblichen Einschränkungen rechnen.

Myanmar, 13. bis 16. April, Thingyan: Das burmesische Neujahrsfest ist ein gesetzlicher Feiertag in Myanmar und bereits unter normalen Umständen von erhöhten Sicherheitsmaßnahmen begleitet. International SOS stuft das Reiserisiko im Land aufgrund des Militärputsches und der damit verbundenen Unruhen als "hoch" ein. Dringend notwendige Reisen sollten nur unter strengen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden.

Polen, 9. bis 10. April, Jahrestag des Flugzeugabsturzes von Smolensk im Jahr 2010: An diesem Tag finden üblicherweise Demonstrationen vor dem Präsidentenpalast in der Hauptstadt Warschau statt – möglicherweise trotz der Coronavirus-Pandemie. Reisende sollten den Bereich meiden.

USA, 19. April, insbesondere Massachusetts, Patriots’ Day: Der Tag erinnert an mehrere Schlachten während des US-amerikanischen Unabhängigkeitskriegs und ist im Bundesstaat Massachusetts mit seiner Hauptstadt Boston ein Feiertag.

Die Angaben über bevorstehende Ereignisse in der Welt stammen vom medizinischen und Sicherheitsspezialisten International SOS und werden jeden Monat exklusiv für Reise vor9 zusammengestellt. Weitere Informationen in deutscher Sprache finden Sie auf der Website www.internationalsos.de.

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