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28. August 2019 | 10:54 Uhr
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Weltkalender: Worauf Reisende im September achten sollten

In Russland und Tunesien wird im September gewählt und der Papst geht auf Afrika-Reise. Im kommenden Monat stehen noch weitere Jahrestage mit Potenzial für Beeinträchtigungen für Reisende an. Außerdem haben die Experten von International SOS ihr Sicherheitsrating für Burkina Faso verschärft.

Wahlen und Abstimmungen

Russland: Am 8. September finden in ganz Russland Wahlen auf verschiedenen Regierungsebenen statt. Eine Zunahme der Protestaktionen wird in den urbanen Zentren erwartet. Vor allem bei nicht autorisierten Demonstrationen kann es zu gewaltsamem Eingreifen durch die Sicherheitskräfte kommen. Reisende sollten sich von allen Veranstaltungen fernhalten.

Tunesien: Am 15. September sind Präsidentschaftswahlen. In der Hauptstadt Tunis und in anderen städtischen Ballungsräumen ist in der Nähe der Wahlbüros mit verstärkten Sicherheitsmaßnahmen zu rechnen. Es besteht ein Risiko durch lokale Unruhen.

Jahrestage und Feiertage mit Potenzial für Störungen

Mosambik, 4. bis 6. September: Papstbesuch in Maputo. Reisende sollten sich auf zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen und Reiseverzögerungen einstellen und dementsprechend mehr Zeit einplanen.

Madagaskar, 6. bis 9. September: Papstbesuch in Antananarivo. Auch hier sollten Reisende mehr Zeit einplanen.

Bangladesch, 9. und 10. September: Aschura. Der Tag des Aschura wird von Muslimen auf der ganzen Welt begangen. Dieses Datum markiert den zehnten Tag des Monats Muharram im islamischen Kalender. Zu Aschura gedenken die Schiiten des Todes des dritten Imam Husain in der Schlacht von Kerbela. Reisende sollten mehr Zeit einplanen und Menschenansammlungen meiden.

Israel, 9. bis 11. September: Rosh Hashana, Jüdisches Neujahr. Reisende sollten sich auf eine erhöhte Präsenz der Sicherheitskräfte und zusätzliche Kontrollen einstellen.

Pakistan, 11. September: Todestag von Quaid-e-Azam Muhammad Ali Jinnah. Gedenkveranstaltungen sind wahrscheinlich. Reisende sollten sich mit erhöhter Aufmerksamkeit bewegen und Versammlungen meiden.

Hongkong, 28. September: Jahrestag der „Regenschirmrevolution“. Angesichts der ohnehin angespannten Lage sollte am 28. September mit erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen gerechnet werden. Auch der öffentliche Nahverkehr und der Flughafen waren in der Vergangenheit von Protesten betroffen. Reisende sollten sich laufend über aktuelle Entwicklungen informieren und sich von allen Veranstaltungen fernhalten.

Änderungen der Travel Risk Map

Burkina Faso: Die Sicherheitsexperten von International SOS erhöhen die Risikobewertung der Provinzen Bam, Sanmatenga, Namentenga (alle Region Centre-Nord), Gnagna (Region Est), Boulgou (Centre-Est), Sourou, Kossi (beide Boucle-de-Mouhon) und Yatenga (Nord) von Mittel auf Hoch. Dies ist auf mehrere Sicherheitsvorfälle zurückzuführen, bei denen militante Islamisten aus Mali und Nirger tiefer nach Burkina Faso eindrangen. Obwohl Sicherheitskräfte und lokale Zivilisten die primären Ziele bleiben, sind auch Ausländer und Vermögenswerte gefährdet. Militante Taktiken reichen vom Einsatz hausgemachter Bomben bis zu bewaffneten Angriffen und Lösegeldentführungen.

Die Angaben über bevorstehende Ereignisse in der Welt und zur Travel Risk Map stammen vom medizinischen und Sicherheitsspezialisten International SOS und werden exklusiv für Reise vor9 zusammengestellt.

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