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6. April 2020 | 12:36 Uhr
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Airlines stehen bei Kunden mit 32 Milliarden in der Kreide

Auf diesen Euro-Betrag schätzt der Luftfahrtverband IATA die Summe bezahlter Tickets für Flüge, die wegen der Coronakrise nicht stattfinden. Allein im zweiten Quartal werde die Airline-Industrie Nettoverluste im Umfang von 36 Milliarden Euro zu verkraften haben.

Lufthansa Airbus 380 eingemottet Foto Lufthansa.jpg

Fast die komplette Airline-Industrie hat ihre Flotten gegroundet

IATA-Chef Alexandre de Juniac beziffert den Einnahmeausfall der Luftfahrtindustrie auf Basis der Annahme, dass sich die strengen Reisebeschränkungen auf einen Zeitraum von drei Monaten konzentrieren, auf 233 Milliarden Euro. Vor dem Hintergrund der Existenznöte der Airlines plädiert er an die Regierungen, Gutscheinlösungen anstelle von Rückzahlungen zuzulassen, wie es Kanada, die Niederlande, Italien, Kolumbien und Deutschland getan haben oder zu tun beabsichtigen.

Das US-Transportministerium lässt indes keinen Zweifel daran aufkommen, dass sich Airlines in den Vereinigten Staaten nicht durch die Ausgabe von Gutscheinen aus der Affäre ziehen dürfen. „Die Verpflichtung der Carrier, den Kunden gezahlte Beträge für nicht stattfindende Flüge zurückzuerstatten, endet nicht, wenn die Umstände für den Flugausfall von der Fluggesellschaft nicht zu verantworten sind“, stellt das Ministerium klar.

Christian Schmicke

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