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29. Oktober 2019 | 07:00 Uhr
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Condor-Chef sieht gute Chancen für Erhalt der Airline

Bei den Kaufinteressenten handele es sich um Unternehmen, die selbst Airlines betreiben, um Finanzinvestoren und um touristische Reiseveranstalter, so Ralf Teckentrup. Für den gerade gestarteten Investorenprozess erwarte er im ersten Quartal des kommenden Jahres Ergebnisse.

Teckentrup Ralf

Will Condor als Einheit erhalten: Ralf Teckentrup

Eine Zerschlagung der Fluggesellschaft sei aus seiner Sicht nicht sinnvoll, sagte der Airline-Chef laut der "Süddeutschen Zeitung" der Nachrichtenagentur "dpa". Es hätten sich mehr Interessenten gemeldet, als er erwartet habe. Die Gesellschaft mit 58 Flugzeugen und rund 4.900 Mitarbeitern war nach der Thomas-Cook-Pleite in einem so genannten Schutzschirmverfahren aus dem Konzern herausgelöst worden und sucht nun unter Aufsicht eines Sachwalters nach neuen Eigentümern. Zur Überbrückung des Winters hatte sie Gesellschaft einen staatlichen Kredit in Höhe von 380 Millionen Euro erhalten.

Condor sei "eine echte Investmentchance", wirbt Teckentrup für seine Airline. Mit einfachen und überschaubaren Investitionen könne man "schnell zu besseren Ergebnissen kommen". Neue Investoren könnten die Gewinne, die Condor einfliege, in energieeffizientere Flugzeuge stecken, statt sie "bei der Londoner Konzernzentrale abzuliefern", wie es die frühere Thomas-Cook-Tochter in der Vergangenheit habe tun müssen.

Die Fluggesellschaft sei mit gestaffelten Laufzeiten der Leasingverträge und guten Herstellerkontakten "bestens" darauf vorbereitet, um im ersten Schritt sämtliche 16 Langstreckenflugzeuge innerhalb von fünf Jahren auszutauschen. Laut Teckentrup hat Condor den operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit), der im Vorjahr 43 Millionen Euro betragen hatte, im abgelaufenen Geschäftsjahr gesteigert. 

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