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31. Mai 2019 | 07:00 Uhr
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Im Luftverkehr droht ein weiterer Chaos-Sommer

Darauf deuten die Zahlen der ersten vier Monate hin. Der Anteil an Flugausfällen und Verspätungen ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weiter deutlich angestiegen, so das Fluggastportal Airhelp. Reisende müssten auch in diesem Sommer mit langen Wartezeiten und Verzögerungen rechnen.

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Richtig, Tahiti ist verdammt weit weg. Aber es lohnt sich. Mal abgesehen von der traumhaften Inselwelt sind es die Menschen, die den Unterschied machen. Im Frühjahr war unser Chefredakteur Thomas Hartung in Tahiti und lernte sie und ihre Inseln kennen. Seine Eindrücke und Infos haben wir für Ihre Reiseberatung in unserer Themenwoche Tahiti zusammengefasst.

Laut Airhelp ist das Aufkommen an Passagierflügen im Vergleich zum Vorjahr zwar nur um 1,8 Prozent gewachsen. Gleichzeitig sei aber die Anzahl an gestrichenen und verspäteten Flügen unverhältnismäßig angestiegen: So habe es zwischen 1. Januar und dem 30. April zwölf Prozent mehr Flugausfälle und fünf Prozent mehr verspätete Flüge gegeben als im selben Zeitraum 2018. 

Noch deutlicher wird das Problem im Vergleich eines längeren Zeitraums. Gab es im ersten Drittel 2014 nur 26.000 verspätete und ausgefallene Flüge, waren es 2019 bereits mehr als 61.000. Die Zahl der ausgefallenen Flüge verdoppelte sich auf 5.200. Pro Tag gebe es in Deutschland demnach rund 290 Problemflüge mehr als noch vor fünf Jahren, hat Airhelp ausgerechnet. Und das, obwohl sich die Gesamtanzahl an Flügen seitdem nur um rund zehn Prozent erhöht habe.

Frauen im Cockpit gegen Pilotenmangel

"Um das Flugchaos der letzten Jahre wieder in den Griff zu kriegen, müssen die Airlines zwingend ihre Betriebsabläufe normalisieren", fordert Laura Kauczynski von Airhelp. Mögliche Maßnahmen seien beispielsweise die Entzerrung enger Flugpläne sowie die Förderung von weiblichen Piloten, um dem zunehmenden Pilotenmangel zu begegnen. Aktuell liege der Frauenanteil unter Piloten bei allen Airlines weltweit unter zehn Prozent.

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