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2. September 2020 | 14:46 Uhr
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Infektionsangst dämpft Umweltbewusstsein bei Geschäftsreisen

Mehr als die Hälfte der Geschäftsreisenden geht nach einer Umfrage des DRV davon aus, dass unterwegs künftig weniger Wert auf Nachhaltigkeit gelegt wird. Vor allem mit Bus und Bahn wollen weniger Reisende fahren.

Nachhaltigkeit auf Geschäftsreisen

Corona verschiebt die Prioritäten, auch beim Umweltschutz

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Bis zum Beginn des Jahres war das Thema Nachhaltigkeit in aller Munde – auch bei Geschäftsreisenden. 91 Prozent von ihnen war es damals "wichtig" oder "sehr wichtig", auf eine umweltfreundliche Reiseverbindung zu achten. Dann kam Corona und verschob offenbar die Prioritäten, wie eine Umfrage von Travel Management Companies im Deutschen Reiseverband nahelegt: Nur noch 36 Prozent der Befragten sind überzeugt, dass die Bedeutung von Umwelt- und Klimaschutzaspekten weiter steigen wird, und 11 Prozent glauben, dass sich nichts verändert. 56 Prozent sehen das Thema auf dem absteigenden Ast.

Bei der Wahl der Unterkunft sei Umweltfreundlichkeit weiter wichtig, so die DRV-Umfrage. 36 Prozent der Befragten hätten sich die Buchung umweltfreundlicher Hotels vorgenommen. Das Bezahlen eines Öko-Aufschlags zugunsten von Klimaschutzprojekten planten 33 Prozent in Zukunft öfter ein. Und 32 Prozent hätten vor, demnächst häufiger Verpackungsmüll zu vermeiden.

Individualverkehr hat wieder Oberwasser

Aus ökologischer Sicht problematisch sind vor allem die Pläne für die Anreise. So wollen laut DRV künftig 26 Prozent deutlich weniger Wert auf eine klimafreundliche Anreise mit Bus und Bahn legen. Und 28 Prozent geben an, dass sie künftig seltener vorhaben, statt eines Taxis den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. "Geschäftsreisende wollen auch unterwegs kein Infektionsrisiko eingehen und setzen deshalb stärker auf den Individualverkehr als vor der Pandemie, Damit hat sich der Wettbewerb zwischen Straße und Schiene erneut verschärft", sagt Florian Storp, Vorsitzender des Ausschusses Business Travel im DRV.

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