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3. Februar 2020 | 07:00 Uhr
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Kreuzfahrtreedereien lassen China-Reisende nicht an Bord

Nach der Aufregung um die „Costa Smeralda“, die letzte Woche wegen eine Verdachtsfalls mit 7.000 Menschen vorübergehend festgesetzt wurde, reagieren die Reedereien mit Vorsorgemaßnahmen und routen teilweise ihre Schiffe um. Wer vor seiner Kreuzfahrt China besucht hat, wird abgewiesen. Ein Überblick.

Aida Nova

Auch Aida verschärft die Vorgaben: Wer zwei Wochen vor Beginn seiner Kreuzfahrt China besucht hat, darf nicht an Bord.

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Aida Cruises: Gäste, die in den letzten zwei Wochen vor ihrem Reisebeginn nach China gereist sind, dürfen ihre gebuchte Kreuzfahrt nicht antreten. Die „Aida Vita“ ersetzt auf der Reise vom 2. bis 23. Februar den Anlauf in Hongkong am 12. und 13. Februar mit einem Stopp im vietnamesischen Cai Lan in der Halong Bucht am 13. und 14. Februar.

TUI Cruises: Ab sofort müssen alle Passagiere beim Check-in einen Fragebogen zum aktuellen Gesundheitszustand und Reiseverhalten der letzten zwei Wochen ausfüllen. „Gästen, die in den vorherigen zwei Wochen die Wuhan- oder Buhei-Region besucht haben oder Gästen, die innerhalb Festland-Chinas unterwegs waren und grippeähnliche Symptome zeigen, können wir eine Mitreise leider nicht ermöglichen“ heißt es in einem Statement. Auf Nachfrage erhielten Gäste an Bord der „Mein Schiff 6“, die aktuell in Südostasien unterwegs ist, mit Atemschutzmasken. Alle Schiffe verfolgten bis auf weiteres ihre Fahrpläne, auch die „Mein Schiff 6“. Alle Landausflüge fänden wie geplant statt.

MSC Kreuzfahrten: Gäste aller Nationalitäten müssen vor der Einschiffung einen Fragebogen ausfüllen, um sicherzustellen, dass niemand das Schiff betritt, der in den letzten 30 Tagen das chinesische Festland besucht hat. Wer dort war, dem wird der Zugang zum Schiff verweigert. Menschen mit Anzeichen von Krankheiten wie Fieber über 38 Grad, Schüttelfrost, Husten oder Atembeschwerden werden von der Einschiffung ausgeschlossen. Passagiere, die an Bord Fiebersymptome haben, werden in ihrer Kabine isoliert.

Hapag-Lloyd Cruises: Gäste und Crewmitglieder, die in den letzten 14 Tagen vor ihrem Reisebeginn auf dem chinesischen Festland waren oder dieses auf der Durchreise passiert haben, dürfen ihre Reise an Bord nicht antreten. Gebuchte Kunden werden über diese Maßnahme aktuell informiert und gebeten, in Kontakt mit ihrem Reisebüro oder Hapag-Lloyd zu treten, sollte dies auf sie zutreffen.

Norwegian Cruies Lines: Bei Abfahrten in Hongkong werden die Passagiere mit kontaktlosen Fieberthermometern gescannt. Wer eine Temperatur von 38 Grad und höher ausweist, darf nicht an Bord, so ein Sprecher von NCL. Ebenfalls abgewiesen werden Gäste, die in den letzten 30 Tagen das Festland von China besucht haben. Routenänderungen gibt es nicht.

Royal Caribbean: Kunden, die in der chinesischen Provinz Hubei waren, sind von Kreuzfahrten ausgeschlossen. Gleiches gilt für Passagiere, die in den vergangenen zwei Wochen das chinesische Festland besucht haben. Gesundheits-Screenings beim Boarding sollen ebenfalls helfen, das Coronavirus fernzuhalten. Crew-Mitglieder, die aus China kommen, dürfen gegenwärtig nicht wieder an Bord. Drei Kreuzfahrten mit der “Spectrum of the Seas“, die von China aus operiert, wurden bislang gestrichen.

Costa Kreuzfahrten: Seit Samstag dürfen keine Gäste, Besucher oder Besatzungsmitglieder jedweder Nationalität, die in den letzten 14 Tagen in China waren, an Bord von Costa Schiffen gehen. Eine verpflichtende Gesundheitserklärung der Passagiere bei ihrer Einschiffung verlangt Costa schon länger.

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